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Bruch im Spiel nimmt 1. Damen wieder die Siegchance

Eine Woche nach der unnötigen Heimniederlage gegen Marburg haben die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg einen weiteren vermeidbaren Rückschlag hinnehmen müssen. Im Gastspiel beim Herner TC übernahm die Mannschaft von Trainer Steffen Dauer mit einem 12:2-Lauf im dritten Viertel vermeintlich die Kontrolle, verlor anschließend jedoch erneut den Faden und unterlag am Ende klar mit 68:80 (37:37). Damit bilden die Bambergerinnen weiterhin das Schlusslicht der DBBL.

Die Geschichte des Spiels ist derweil schnell erzählt, brachte sie Headcoach Steffen Dauer mit seinem Fazit („Wir waren uns wieder selbst im Weg gestanden.“) doch auf den Punkt. Dabei hatten die DJK-Damen mit der gesundheitlich angeschlagenen Centerin Brett Benzio in der Startformation einen vielversprechenden Start erwischt. 12:5 lagen sie nach etwas mehr als der Hälfte des ersten Durchgangs in Front, gingen in der Folge jedoch zu großzügig mit ihren Chancen um. Die Gastgeberinnen wussten daraus Kapital zu schlagen und übernahmen nach neun Zählern in Serie die Führung, ehe es beim Stand von 16:16 in die erste Viertelpause ging. Flüchtigkeitsfehler der Brose-Truppe begünstigten allerdings den nächsten Zwischenspurt der Hernerinnen, die in weniger als einer Minute einen 7:0-Lauf auf das Parkett legten und beim 24:34 aus Bamberger Sicht erstmals einen zweistelligen Vorsprung innehatten. Die Antwort von Jessica Miller & Co. ließ aber nicht lange auf sich warten: Wichtige Impulse von den Bankspielerinnen trugen ihren Teil dazu bei, dass Benzio mit Ablauf der ersten Hälfte mit einem Dreier aus der Ecke zum 37:37 ausgleichen konnte.

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten dann wieder den HTC-Damen, ehe Miller per Distanzwurf die Führung für die DJK zurückeroberte und Daniela Vogel wenig später durch ein erfolgreiches Dreipunktspiel gar auf 51:46 erhöhte. Doch just, als das Momentum bei Bamberg zu liegen schien, wechselte es auch schon wieder die Seite. Mit den ersten Wechseln verloren die Brose-Damen völlig ihren Rhythmus und gerieten durch einen 14:3-Run der Gastgeberinnen erneut ins Hintertreffen. Dass sie Quenice Davis dabei gewähren ließen, ohne die zwei noch vorhandenen Teamfouls einzusetzen, und diese die Herner Serie mit der Schlusssirene des dritten Viertels mit ihrem Treffer zum 54:60 abschließen konnte, stand beispielhaft für diese Phase der Begegnung. Trotz aller Bemühungen fand man fortan keinen Weg mehr zurück, während die Mannschaft von Trainer Marek Piotrowski von ihrer Tiefe profitierte und in den letzten zehn Minuten stets einen Vorsprung von mindestens acht Zählern behauptete.

„Herne hat in der zweiten Halbzeit insgesamt betrachtet mehr investiert, schnellere und bessere Entscheidungen getroffen und seine Möglichkeiten genutzt. Wir wiederum haben speziell beim Rebound in der Zone nicht gut gearbeitet und zu viele einfache Punkte kassiert, wohingegen unser Angriffsspiel immer statischer wurde“, analysierte Dauer weitere Gründe für die Heimkehr mit leeren Händen. Weiter geht die Aufarbeitung der letzten beiden vermeidbaren Niederlagen am Montag im Training, denn um den Anschluss nicht zu verlieren, soll am kommenden Wochenende im vierten Anlauf der erste Erfolg vor heimischer Kulisse gelingen. Zu Gast ist am Samstag (17.00 Uhr, Graf-Stauffenberg-Halle) Wiederaufsteiger Chemnitz um die Ex-Bambergerin Sophie Mendler.

Herner TC: Karic (18), Davis (13), Gawronska (10), Koop (10), Tuomi (9), Van der Velde (8), Flasarova (5), Salomaa (3), Bräuer (2), Terzic (2), Lappenküper, Müller

DJK Brose Bamberg: Mayberry (14), Hartmann (11), Miller (11), Vogel (10), Zeis (7), Benzio (5), Brox (4), Münder (4), Beck (2), Lohneiß T., Sokman

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