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Viertelfinal-Aus der DJK-Damen trotz starker Leistung

Nach der zweiten Niederlage, aber einer weiteren bemerkenswerten Vorstellung ist die Saison 2012/2013 für die Bundesliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg zu Ende. In Spiel zwei der “best-of-three“-Viertelfinalserie musste sich der Aufsteiger dem TSV 1880 Wasserburg vor 1.000 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle nach großem Kampf zum zweiten Mal geschlagen geben. Mit 88:77 (44:36) behielt der Titelfavorit die Oberhand und löste damit das Halbfinal-Ticket.

„Natürlich ist es schade, dass wir uns nicht mit einem Sieg von unseren großartigen Fans verabschieden konnten. Aber ich denke, trotz der Enttäuschung über das Ausscheiden aus den Playoffs sollte der Stolz überwiegen, wenn man bedenkt, wo wir Mitte Februar standen und wo wir heute stehen. Als Aufsteiger und absoluter Außenseiter gegen den Branchenführer rauszugehen, ist beleibe keine Schande“, zog Headcoach Steffen Dauer unmittelbar nach Spielende ein erstes Saisonfazit. Nach dem 17. Spieltag und einer Niederlage gegen die Rhein-Main Baskets mit einem Bein bereits wieder in der zweiten Liga, hatte sich seine Mannschaft auf der Zielgeraden der regulären Spielzeit zu einer der positiven Überraschungen entwickelt – und darüber hinaus. Mit fünf Siegen aus den letzten fünf Hauptrundenspielen sicherten sich die Bambergerinnen nicht nur den Klassenerhalt, sondern rutschten nach dem Rückzug des finanziell angeschlagenen BV Wolfenbüttel Wildcats auch noch unverhofft in die Playoffs.

Auch der Verlauf der Playoff-Viertelfinalserie gegen den mit Profi- und Nationalspielerinnen gespickten TSV 1880 Wasserburg war so wohl von den wenigsten erwartet worden. In Spiel eins bereits nur knapp an einer faustdicken Überraschung vorbeigeschrammt, setzten die DJK-Damen dem sechsfachen Meister auch im zweiten Vergleich alles entgegen, was in ihrer Macht stand. Von Beginn an entwickelte sich in der stimmungsgeladenen Stauffenberg-Halle ein echter Playoff-Kampf, dessen auffälligste Akteurinnen eines nahezu ausgeglichenen ersten Viertels Binta Drammeh (8 Punkte) auf Bamberger und Anne Breitreiner (13) auf Wasserburger Seite waren. Trotz einiger Fehler im Abschluss und in der Verteidigung fand die Dauer-Truppe auch in der Folge meist eine Antwort, wenn die Gäste sich abzusetzen drohten. Durch einen 9:0-Lauf des TSV geriet man in der Schlussphase des dritten Durchgangs jedoch zweistllig ins Hintertreffen (47:59).

Auch davon ließen sich Jessica Miller & Co. aber nicht von ihrem Vorhaben abbringen, dem turmhohen Favoriten bis zur letzten Sekunde alles abzuverlangen. Bamberg verkürzte mit Beginn des Schlussabschnitts bis auf fünf Zähler, Wasserburg konterte, und Bamberg verkürzte wieder. Als Jessica Miller und die 17-jährige Alina Hartmann dann mit zwei Dreiern in Serie den 72:72-Ausgleich markierten und die herausragende Binta Drammeh wenig später zur 75:74-Führung traf, hielt es die Fans nicht mehr auf ihren Sitzen. Doch die Oberbayerinnen spielten in den letzten drei Minuten ihre gesamte Klasse und Routine aus: Ein 8:0-Lauf des Hauptrundenersten, eingeleitet von der starken Stina Barnert und abgeschlossen von Emma Cannon, besiegelte die zweite Niederlage für die DJK Brose Bamberg und damit das Viertelfinal-Aus.
„Wir haben alles versucht, konnten am Ende nach der kräftezehrenden Aufholjagd aber physisch nicht mehr dagegenhalten und haben unsere Würfe nicht getroffen. Eine Mannschaft wie Wasserburg zeichnet sich dann eben dadurch aus, dass sie das bestraft. Sie war in den zwei Spielen die bessere, das müssen wir akzeptieren. Dennoch haben wir uns nichts vorzuwerfen. Eine solche Leistung hat uns wohl niemand zugetraut. Ein großer Dank gilt unseren Fans, die schon in Wasserburg, vor allem aber heute einen fantastischen Rahmen geschaffen und uns viel Energie gegeben haben“, fiel die Bilanz von DJK-Headcoach Steffen Dauer nach dem letzten Spiel einer ereignisreichen Saison positiv aus.

DJK Brose Bamberg: Drammeh (25), Miller (15), Young (15), Hartmann (11), Lohneiß T. (4), Benzio (3), Zeis (3), Gut (1), Beck, Münder, Sokman
TSV 1880 Wasserburg: Cannon (27), Barnert (22), Breitreiner (20), Thoresen (8), Dalembert (4), Sten (4), Brunckhorst (3)

Schiedsrichter: Bernd Pichl / Armin Mutapcic

Zuschauer: 1.000

Foto (© Peter Groh): Binta Drammeh, mit 25 Punkte beste Werferin der DJK Brose Bamberg, sucht gegen die Wasserburgerin Emma Cannon den Abschluss.

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