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Do or die - 2. Spiel im Play-Off-Viertelfinale gegen Wasserburg

Das Gefühl, mit dem Rücken zur Wand zu stehen, ist den Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg bestens bekannt. Genauso wie sie bereits bewiesen haben, dass sie zu leisten imstande sind, was nur die wenigsten für möglich gehalten hätten. Ob dies auch gegen den TSV 1880 Wasserburg gelingt, der in der Playoff-Viertelfinalserie ("best-of-three") mit 1:0 in Führung liegt und somit Matchball hat, wird sich am Freitag ab 20.00 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle zeigen.

Für ihren starken Auftritt in Wasserburg am vergangenen Sonntag bekamen die Bambergerinnen viel Lob und Anerkennung, unter dem Strich blieb jedoch eine bittere 68:71-Niederlage. "Wir hatten in der Schlussphase nach Fehlwürfen des Gegners zwei-, dreimal die Chance, den Ball zu kontrollieren, haben es aber leider nicht geschafft und den entscheidenden Treffer kassiert", erinnert sich DJK-Trainer Steffen Dauer an die letzten Sequenzen des ersten Aufeinandertreffens, als Anne Breitreiner das 71:68 für den Titelfavoriten markierte und der letzte Versuch von Jessica Miller zur möglichen Verlängerung sein Ziel verfehlte. Trotz oder gerade wegen der knapp verpassten Sensation bremst Dauer jedoch die Euphorie: "Wenn wir sehen, wo wir noch vor ein paar Wochen standen, muss man in der Erwartungshaltung realistisch bleiben. Um die Wasserburgerinnen, die sich steigern und uns mit Sicherheit nicht auf die leichte Schulter nehmen werden, noch einmal zu ärgern, müssen wir ans Limit gehen."

Lösen wollen die Bambergerinnen diese Aufgabe als Team. Erst recht, nachdem Topscorerin Janae Young (16,3 Punkte pro Partie) das Mittwochstraining aufgrund von Knieproblemen abbrechen musste und offen ist, ob beziehungsweise inwieweit die US-Amerikanerin zur Verfügung stehen wird. Ansonsten kann Dauer aus dem Vollen schöpfen und wird dies gegebenenfalls auch müssen, um seinen Langzeitarbeiterinnen längere Verschnaufpausen zu geben. "Wir werden alle Kräfte mobilisieren müssen, um an die erste Halbzeit aus Spiel eins anknüpfen zu können, was Reboundarbeit, Defensivverhalten und schnelle Ballbewegung für gute Entscheidungen in der Offensive anbelangt." Taktische Veränderungen zur besseren Kontrolle von TSV-Centerspielerin Emma Cannon, die mit 34 Punkten und 21 Rebounds zum Auftakt kaum zu halten war, wird es unterdessen wohl nicht geben. "Sie ist eine absolute Ausnahmespielerin, aber der Gegner hat zu viele gute Optionen, als dass wir uns auf Emma Cannon fokussieren könnten", weiß Dauer um die Qualitäten der verbliebenen fünf Nationalspielerinnen -- Katharina Fikiel wird aufgrund einer Knochenhautentzündung im Mittelfuß ausfallen -- im Wasserburger Aufgebot.

Zusätzliche Energie erhofft sich der Aufsteiger im Heimspiel gegen den Branchenprimus von seiner immer größer werdenden Fangemeinde. "Die Schlachtenbummler aus Oberfranken verwandelten dieses Viertelfinalspiel in ein Heimspiel und kauften den sonst so lautstarken Oberbayern aus Wasserburg den Schneid ab", kommentierte das Regional Fernsehen Oberbayern am Sonntag, als die mitgereisten DJK-Anhänger in der Badria-Halle den Ton angaben. In der Graf-Stauffenberg-Halle werden sie diesmal deutlich in der Überzahl sein. "Am Freitag erwarten uns über 1.000 Fans und eine hochmotivierte Mannschaft, die ein drittes Spiel erzwingen wollen. Wir werden uns steigern müssen, wenn wir in Franken gewinnen wollen", prophezeite TSV-Headcoach Bastian Wernthaler nach der ersten Begegnung. Eine Vorhersage, der man von Bamberger Seite nur allzu gern gerecht werden will.

Der Eintrittspreis beträgt 6 Euro (ermäßigt 3 Euro). Tickets sind an der Tageskasse erhältlich. Die Dauerkarte der DJK Brose Bamberg behält auch in den Playoffs ihre Gültigkeit. Dauerkartenbesitzer der Brose Baskets zahlen den ermäßigten Kartenpreis.

DJK Brose Bamberg: Beck, Benzio, Drammeh, Gut K., Hartmann, Lohneiß A., Lohneiß T., Miller, Münder, Sokman, Young, Zeis.

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