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1. Damen schaffen Klassenerhalt!

Bamberg bleibt der einzige Basketball-Standort in Deutschland mit einer Erstliga-Mannschaft im Damen- und Herren-Bereich. Mit dem fünften Sieg aus den letzten fünf Partien haben sich die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg am letzten Spieltag der DBBL-Hauptrunde für ein weiteres Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse qualifiziert. Der klare 87:59 (50:41)-Erfolg bei den GiroLive-Panthers war allerdings auch notwendig, denn die gesamte Konkurrenz punktete ebenfalls.

„Die letzten Wochen waren schon ein Tanz auf der Rasierklinge. Wie die Mannschaft das Ruder noch einmal herumgerissen hat, zeugt von und zeigt ihren Charakter. Wir mussten fünf von fünf Spielen gewinnen, davon drei auswärts. Jetzt sind wir natürlich sehr, sehr glücklich, die Klasse am letzten Spieltag gehalten zu haben. Dafür und für die zuletzt gezeigten Leistungen verdient das Team große Anerkennung. Hut ab!“, verteilte Dauer Komplimente an seine zu Beginn der Rückrunde noch häufig gescholtenen Schützlinge. Die feierten den Höhepunkt ihrer beispiellosen Aufholjagd zwar mit Sektduschen und lautem Jubel, was sie durch die eindrucksvolle Vorstellung in Osnabrück erreicht haben, werden viele aber wohl erst in den nächsten Tagen realisieren. Noch vor fünf Wochen lagen die DJK-Damen schließlich abgeschlagen am Tabellenende und mussten sich mit dem Gedanken anfreunden, die Liga nach nur einer Saison wieder verlassen zu müssen. Was folgte, war ein Comeback, das man nicht besser hätte erfinden können.

Gipfeln sollte es in einem denkwürdigen 22. Spieltag, der für die Bambergerinnen den Abstieg hätte bedeuten können. Wohlgemerkt hätte, denn als die Ergebnisse der Konkurrenz aus Marburg (81:78 gegen Wolfenbüttel) und Herne (100:98 n.V. gegen Freiburg) eintrafen, lagen sich die Bambergerinnen bereits in den Armen und bejubelten den Klassenerhalt. Während des Spiels, so hatten es die beiden Trainer vereinbart, wurden in der OSC Halle keine Zwischenstände bekannt gegeben. Doch selbst wenn, sie hätten den Aufsteiger an diesem Tag wahrscheinlich nicht in Verlegenheit gebracht. Das gelang selbst den anfangs sehr treffsicheren Gastgeberinnen nur rund 14 Minuten. Mit dem Ausgleich zum 30:30 übernahmen die Brose-Damen das Kommando und kurz darauf auch die Führung. „Wir haben schleppend ins Spiel gefunden. Das zweite Vierter war aber dann wohl offensiv das beste der gesamten Saison. Binta Drammeh und Jessica Miller waren in dieser Phase überragend“, lobte Dauer das schwedisch-amerikanische Duo, das bis zur Pause (50:41) zusammen sechs seiner insgesamt sieben Dreierversuche verwandelte.

Nach Wiederbeginn war es dann Mara Münder, die die Gegenwehr der Panthers mit neun Zählern in Folge endgültig zum Erliegen brachte. Fast acht Minuten blieb der Tabellendritte ohne Korberfolg aus dem laufenden Spiel heraus, zwei erfolgreichen Freiwürfen der starken Alison Schwagmeyer standen in diesem Zeitraum 16 Bamberger Punkte gegenüber. Osnabrücks Trainer Christian Kaiser tauschte als Reaktion darauf seine komplette Formation aus, was aber nichts mehr daran änderte, dass die Partie nach 30 Minuten entschieden war (73:50). Tipps und Prognosen für den letzten Hauptrundenspieltag hatte es im Vorfeld einige gegeben. Dass die vor wenigen Wochen noch als sicherer Absteiger gehandelte DJK Brose Bamberg jedoch sieben Minuten vor Schluss mit sage und schreibe 30 Punkten führen würde, hatte wohl niemand auf der Rechnung. Der Rest war demzufolge Freude und Jubel – und ein besonderes Geschenk für Annika Lohneiß, die am Sonntag ihren 27. Geburtstag feierte, obendrein.

GiroLive-Panthers: Schwagmeyer (14), Höötmann (12), Höhne (10), Byrd (6), Schulte to Bühne (6), Knopp (4), Müller (3), Donders (2), Pace (2), Musiol, Schwarz;

DJK Brose Bamberg: Drammeh (27), Miller (20), Benzio (10), Münder (9), Young (6), Gut (5), Lohneiß T. (4), Beck (2), Hartmann (2), Lohneiß A. (2), Sokman, Zeis.

Foto: (© Sebastian Hader): Die erfolgreichen Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg feiern ausgelassen ihren Klassenerhalt: v.l. Alina Hartmann, Tonia Lohneiß, Kathrin Gut, Johanna Beck, Annika Lohneiß, Liisi Sokman, Svenja Zeis, Jessica Miller, Mara Münder, Brett Benzio und Janae Young.

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