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1. Damen bauen auf den Heimvorteil

Mit Freak City im Rücken wollen die abstiegsbedrohten Bundesliga-Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg am Samstag (17.00 Uhr, Graf-Stauffenberg-Halle) im Duell mit dem Herner TC einen weiteren Schritt in Richtung Ligaverbleib machen. "Die Unterstützung durch unsere Fans bei den letzten Heimspielen war fantastisch und in unserer Situation nicht selbstverständlich. Die Mannschaft ist absolut gewillt, sie mit vollem Einsatz zurückzuzahlen", sagt Steffen Dauer.

Um lautstarke Anfeuerung von den Rängen macht sich der Bamberger Cheftrainer keine Sorgen, um einige seiner Spielerinnen dagegen große. Während Binta Drammeh, beste Werferin beim 63:61-Sieg in Marburg, krankheitsbedingt bis Mittwoch nicht trainieren konnte, ist Kapitänin Jessica Miller nach ihrem unglücklichen Sturz am vergangenen Samstag in der Beweglichkeit ihres Wurfarms noch leicht eingeschränkt. "Sie wird es gegen Herne versuchen, bei Binta wird man die weitere Entwicklung abwarten müssen. Nachdem auch Johanna Beck gesundheitlich angeschlagen war und Janae Young etwas kürzer treten musste, hat die Genesung der Spielerinnen oberste Priorität", berichtet Dauer mit Blick auf die Begegnung mit dem Tabellenzehnten. Dass die Hernerinnen mit vier Siegen in Serie und dem entsprechenden Selbstvertrauen nach Bamberg kommen, macht die Aufgabe nicht gerade leichter. Doch die volle Konzentration der DJK-Damen gilt zunächst dem eigenen Spiel. "Wir müssen die Dinge, die zuletzt gut waren, festigen und die, die wir besser machen können und müssen, auch umsetzen. Dazu zählt, dass wir als Team, vor allem am defensiven Brett, besser rebounden", fordert der 39-Jährige.

Den Fehler, das Hinspiel als Maßstab zu nehmen, wird der Aufsteiger sicherlich nicht machen. Mitte November gewannen die Bambergerinnen in Herne zwar klar mit 80:64 -- es war der erste Erfolg nach 16 Jahren Bundesliga-Abstinenz --, doch "das ist lange her. Uns erwartet jetzt ein anderer Gegner", weiß Dauer um die neu gewonnene Stärke des TC. Marek Piotrowski hatte nach der Hinspiel-Niederlage seinen Trainerstuhl geräumt, um Ende Januar auf Bitten der Vereinsführung auf die Kommandobrücke zurückzukehren und noch einmal für neue Impulse zu sorgen. Seine Bilanz seither: makellos. Mit dem vierten Sieg in Folge überholten die Westfälinnen in der Vorwoche Rotenburg und verließen die Abstiegszone. Als wahrer Glücksgriff erwies sich für den HTC dabei in der Winterpause die Verpflichtung von Quenice Davis, die in bislang sieben Partien im Schnitt 14,3 Punkte beisteuerte. "Zusammen mit Teya Wright und Ofa Tulikihihifo bildet sie ein starkes Trio, gegen das wir in der Verteidigung dieselbe Intensität an den Tag legen müssen wie in Marburg", gibt Dauer die Marschroute vor.

Eine entscheidende Rolle aus DJK-Sicht soll auch der Heimvorteil spielen. "Unsere Fans haben uns trotz einiger Enttäuschungen in dieser Saison immer die Treue gehalten und uns, beispielsweise beim Heimerfolg über Titelverteidiger Wolfenbüttel, sehr viel Energie gegeben. Wir werden am Samstag auf dem Feld alles dafür tun, dass der Funke überspringt, und hoffen natürlich, dass uns Freak City zahlreich unterstützt", appelliert Lokalmatadorin Tonia Lohneiß stellvertretend für die Mannschaft an das basketballbegeisterte Bamberger Publikum.

Karten gibt es zum Preis von 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro) an der Tageskasse. Dauerkarteninhaber der Brose Baskets haben freien Eintritt.

DJK Brose Bamberg: Beck, Benzio, Drammeh (?), Gut K., Hartmann, Lohneiß A., Lohneiß T., Miller, Münder, Sokman, Young, Zeis

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