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DJK-Damen in Wasserburg zu Gast

Die von der Papierform schwerste, angesichts der klaren Rollenverteilung aber zugleich auch leichteste Auswärtsaufgabe der Saison wartet am Sonntag um 16.00 Uhr auf die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg. In Wasserburg trifft der Aufsteiger auf das Aushängeschild im deutschen Damen-Basketball: Der unangefochtete Spitzenreiter gilt als absoluter Titelfavorit in der laufenden Spielzeit und ist für DJK-Trainer Steffen Dauer nicht nur deshalb das "Maß der Dinge".

Gleich vier deutsche Nationalspielerinnen stehen im Kader des TSV 1880 Wasserburg, darunter mit Anne Breitreiner die überragende einheimische Werferin in der Liga. 18,4 Punkte pro Partie verzeichnet die 28-jährige Flügelspielerin, die Meisterschaften und Pokalsiege in Deutschland, Frankreich, Spanien und Polen feierte und über die letzten zehn Jahre 144 Spiele für die DBB-Auswahl bestritt. Gar 19,3 Zähler und zusätzliche 14,9 Rebounds im Schnitt machen ihre Teamkollegin Emma Cannon nicht nur zur ligaweit erfolgreichsten Akteurin in beiden Disziplinen, sondern auch zu einer heißen Anwärterin auf die Auszeichung zur "wertvollsten Spielerin" der Saison. Neben dem deutsch-amerikanischen Duo erfüllen sechs weitere Spielerinnen zuverlässig ihre Rolle und tragen damit ihren Teil zur besten Offensive der DBBL bei. "Auf uns wartet ein individuell sehr, sehr stark besetzter Gegner, der, wie die Tabelle zeigt, auch als Team erfolgreich funktioniert. Wasserburg verfügt über so viele Optionen. Wenn wir nicht die nötige Grundintensität und -aggressivität an den Tag legen, wird es sehr, sehr schwer", sagt Trainer Steffen Dauer im Vorfeld.

Die Tatsache, dass ungewiss bleibt, wie die Aufstellung der Bambergerinnen aussehen wird, macht das Unterfangen nicht einfacher. Während Brett Benzio und Johanna Beck Erkältungssymptome plagen, hat Spielmacherin Kathrin Gut mit Nackenproblemen zu kämpfen. Hinzu kamen im Lauf der Woche zu allem Überfluss auch noch Trainingsverletzungen. Svenja Zeis knickte am Montag um und musste einige Tage kürzer treten, am Mittwoch erwischte es dann Kapitänin Jessica Miller. Die US-Amerikanerin prallte im Trainingsspiel unglücklich mit ihrer Gegenspielerin zusammen. Weitere Untersuchungen zum genauen Ausmaß der Verletzung stehen zwar noch aus, ihr Einsatz am Sonntag ist jedoch fraglich. "Wir müssen abwarten und sehen, wer uns zur Verfügung steht und inwieweit diejenige dann in Vollbesitz ihrer Kräfte ist. Vieles wird sich daher wohl erst kurzfristig entscheiden", gibt sich Dauer verhalten optimistisch.

Anlass, trotz ihrer Außenseiterrolle mit einem guten Gefühl in die Partie zu gehen, hätten die Bambergerinnen. Bewiesen sie doch am vergangenen Wochenende, dass sie mit den Topteams der Liga mithalten und diese auch bezwingen können. Was von den Kräften, die der 81:75-Erfolg über den amtierenden Meister aus Wolfenbüttel freisetzte, angesichts der Personalsorgen übrig geblieben ist, müssen die DJK-Damen in jedem Fall in die Waagschale werfen. "Auch wenn wir ein Stück weit von unserer Besetzung abhängig sind, müssen wir anders auftreten als wir das zuletzt auswärts getan haben. Wir müssen uns mutig präsentieren und zeigen, dass wir verstanden haben, worauf es ankommt", fordert Dauer von seinem Team. Helfen könnte die Erinnerung an das Hinspiel, das der Aufsteiger ausgeglichener gestaltete als es die 65:76-Niederlage am Ende zum Ausdruck brachte.

DJK Brose Bamberg: Beck (?), Benzio, Drammeh, Gut K. (?), Hartmann, Lohneiß A., Lohneiß T., Miller (?), Münder, Sokman, Young, Zeis (?).

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