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DJK-Damen wollen Meister Paroli bieten

David gegen Goliath heißt es am Samstag um 17.00 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle, wenn die Bundesliga-Damen der DJK Brose Bamberg den Titelverteidiger und aktuellen Tabellendritten BV Wolfenbüttel Wildcats empfangen. Trotz klarer Rollenverteilung will die Mannschaft von Trainer Steffen Dauer ihren treuen Fans und auch sich selbst beweisen, dass sie mehr zu leisten imstande ist, als es der letzte Auftritt in der Fremde und die derzeitige Tabellensituation aussagen.

Ob Einzelgespräche, zusätzliche Trainingseinheiten, ausführliches Videostudium oder ein Teamevent, bei dem der Sport zum Tabuthema erklärt wurde -- unversucht ließen die Bambergerinnen in dieser Woche nichts, um angesichts der schwierigen Ausgangslage von drei Siegen Rückstand auf das rettende Ufer Gedanken an den Abstieg gar nicht erst aufkommen zu lassen. "Die Situation ist sehr, sehr schwer, aber wir werden bei noch acht ausstehenden Spielen nicht das Handtuch werfen", versicherte Geschäftsführer Fabian Tarara, während die Mannschaft im Training konzentriert an sich arbeitete. Umso mehr, als Trainer Steffen Dauer ihr die ersten drei Viertel des Freiburg-Spiels samt und sonders der begangenen Fehler auf Video noch einmal vor Augen führte. "Nach 30 Minuten stand es aus unserer Sicht 32:53. Zu diesem Zeitpunkt hatte Freiburg 20 Transition-Punkte erzielt, wir null. Das war der Unterschied", ärgert Dauer die 41:67-Klatsche auch noch Tage später. Gleichzeitig hofft er, dass "jetzt endgültig ein Lerneffekt eingesetzt hat, wie wir auftreten und uns präsentieren müssen".

Einfacher werden die Aufgaben nicht, denn ehe es zum Spitzenreiter und Titelfavoriten nach Wasserburg geht, kommt am Samstag der Meister mit einem stark und tief besetzten Kader. Wie tief, zeigt das Beispiel von Nationalspielerin Roli-Ann Haldin, die sich kürzlich einer Knieoperation unterziehen musste. Nach rückte auf ihrer Position mit Charmaine Callahan eine weitere deutsche Nationalspielerin, die zum jüngsten 74:64-Erfolg der Wolfenbüttelerinnen über Nördlingen 14 Punkte und acht Rebounds beisteuerte. "Dazu kommen Brianne O'Rourke und Samantha Whitcomb, zwei sehr gute Außenspielerinnen, und mit Ieva Kulite eine lettische Nationalspielerin unter den Körben", benennt Dauer die Säulen des physischen, groß gewachsenen Teams der von Vlastibor Klimes trainierten Wildcats. Um diese zähmen zu können, sei vor allem eine Topleistung der Führungsspielerinnen nötig, meint Dauer: "Sie müssen den Rest mitziehen. Wenn wir nicht die Dinge beeinflussen, die wir beeinflussen können, ist alles andere Makulatur."

Personell können die DJK-Damen aller Voraussicht nach ihre momentane Bestbesetzung aufbieten. Einzig Spielmacherin Katharina Gröger kann ihre Mannschaftskameradinnen aufgrund anhaltender Beschwerden im operierten Fuß nicht aktiv auf dem Feld unterstützen. Für lautstarke Anfeuerung von den Rängen wird derweil der Fanclub FreakCity Frankenpower sorgen, der unmittelbar vor Spielbeginn auch die "Spielerin des Monats Januar" küren wird. Ebenfalls vor der Partie wird die Samba-Combo "Bateria quem é", die bereits bei zahlreichen Großveranstaltungen mit ihren brasilianischen Rhythmen begeisterte, die Atmosphäre in der Graf-Stauffenberg-Halle anheizen.

Karten für das Duell zwischen Aufsteiger und Titelverteidiger gibt es zum Preis von 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro) an der Tageskasse. Dauerkarteninhaber der Brose Baskets haben freien Eintritt.

DJK Brose Bamberg: Beck, Benzio, Drammeh, Gut K., Hartmann, Lohneiß A., Lohneiß T., Miller, Münder, Sokman, Young, Zeis.

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