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Von Beginn an Rückstand hinterhergelaufen

In einer der, meteorologisch gesehen, wärmsten Städte Deutschlands sind die Bundesliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg eiskalt erwischt worden: In Freiburg musste die Mannschaft von Trainer Steffen Dauer die zweite herbe Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen. Während die Gastgeberinnen sich mit dem 67:41 (33:21) frühzeitig den Klassenerhalt sicherten, spitzt sich die Lage bei den DJK-Damen acht Spieltage vor Schluss immer weiter zu.

Nachdem der Tabellenzehnte aus Oberhausen parallel die Punkte aus Halle entführte, sind es nunmehr drei Siege, die die Bambergerinnen mindestens noch benötigen, um eine Chance auf den Ligaverbleib zu haben. Die Zeit für Durchhalteparolen ist damit endgültig vorbei. „Wir können uns natürlich mit Plattitüden aufhalten, aber irgendwann muss man es auch einfach realistisch sehen. Wir haben erneut das Kunststück fertig gebracht, dass mehr Ballverluste als Treffer aus dem Feld in der Statistik auftauchen. Wir haben nichts von dem, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt und uns speziell in den Phasen zu Beginn der vier Viertel in der Offensive gegenseitig an Harmlosigkeit überboten. Beim Großteil des Teams muss daher die Frage erlaubt sein, ob die letzte Bereitschaft vorhanden ist, den Karren aus dem Dreck ziehen zu wollen“, fand Headcoach Steffen Dauer klare Worte für die Darbietung seiner Schützlinge, die die zentnerschwere Last fehlenden Selbstvertrauens und der Erfolgsdruck offensichtlich lähmten.

Denn trotz guter Möglichkeiten erwischte der Aufsteiger an der Dreisam einen Kaltstart. Nach frühem zweistelligen Rückstand (6:16) fingen sich die Bambergerinnen zwar, jedoch auch umgehend den Konter der USC-Damen, denen sie durch zu langsames Umschalten von Angriff auf Abwehr auch noch in die Karten spielten. „Im Halbfeld haben wir nicht so schlecht verteidigt, durch unsere katastrophale Offensivleistung den Gegner aber förmlich zu Fastbreaks eingeladen. Dadurch haben wir so viele Punkte kassiert, dass wir ständig einem Rückstand hinterherlaufen mussten“, rekapitulierte Dauer. Bei zwölf Ballverlusten und einer unterirdischen Trefferquote von 20 Prozent (7/35) aus dem Feld lag man mit “nur“ zwölf Zählern Rückstand zur Halbzeitpause (21:33) aber noch in Reichweite.

Die Hoffnung auf Besserung nach dem Seitenwechsel währte allerdings nur kurz: Zwar gestatteten Jessica Miller & Co. den Gastgeberinnen rund drei Minuten lang keinen Korb, die eigene Ausbeute betrug über einen noch längeren Zeitraum hinweg jedoch nur magere zwei Zähler. Das Ende der Freiburger Flaute war kurze Zeit später gleichbedeutend mit dem Beginn eines 14:0-Laufs zum 23:47 und damit aus DJK-Sicht dem Spiegelbild der Geschehnisse in Oberhausen 14 Tage zuvor. „Wir begehen immer wieder die gleichen Fehler, gerade auswärts, und zerfallen dann in unsere Einzelteile, was etablierte, gute Erstligisten gnadenlos ausnutzen“, ging Dauer mit seinen Spielerinnen hart ins Gericht.

Außen vor ließ er lediglich Kapitänin Miller ob ihres unermüdlichen Einsatzes sowie die 17-jährige Alina Hartmann und Johanna Beck. Die jüngste Verstärkung, Binta Drammeh, konnte zwar keine entscheidenden Impulse setzen, lieferte mit acht Punkten und neun Rebounds aber ordentliche Werte. Janae Young und Brett Benzio reichten dagegen nicht an die Erwartungen heran. Insgesamt blieb einfach zuviel Stückwerk im Spiel der Bambergerinnen, als dass es am Ende noch zu einer Ergebnisverbesserung hätte reichen können. Nach einem Tag Ruhepause gilt es daher auf die belebende Wirkung der eiskalten Dusche im Breisgau zu bauen, wenn es in die neue Trainingswoche vor dem Heimspiel am kommenden Samstag (17.00 Uhr, Graf-Stauffenberg-Halle) gegen den amtierenden Meister aus Wolfenbüttel geht.

Eisvögel USC Freiburg: Williams (19), Greene (16), Schindler (8), Tracey (8), Höre C. (6), Schmidt (6), Hoffmann (3), Schlüter (1), Heck, Hodapp, Höre F.; DJK Brose Bamberg: Hartmann (12), Drammeh (8), Beck (5), Young (4), Zeis (4), Miller (3), Sokman (3), Gut (2), Benzio, Lohneiß A., Lohneiß T., Münder.

Foto (© Sebastian Hader): Die Bambergerin Binta Drammeh (Nr. 13) im Duell mit der Freiburgerin Brooque Williams.

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