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Nach Rückschlag in Oberhausen müssen 1. Damen nun zusammenrücken!

Herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt für die DJK Brose Bamberg: Im richtungsweisenden Auswärtsspiel gegen Tabellennachbar evo New Basket Oberhausen mussten sich die Bamberger Bundesliga-Basketballerinnen klar mit 45:69 (24:37) geschlagen geben. Wie im Hinspiel fand der Aufsteiger, der nach zwölf von 22 Spieltagen nun einen Sieg und den direkten Vergleich vom rettenden Ufer entfernt liegt, zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Partie.

Bei der Vollsperrung auf der Autobahn A3, die die Anreise um zweieinhalb Stunden verlängert und damit gleichzeitig die Aufwärmephase verkürzt hatte, waren die DJK-Korbjägerinnen machtlos. Auf das Geschehen in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle hätten sie dagegen deutlich mehr Einfluss nehmen können, verstanden es aber zum wiederholten Male in der laufenden Spielzeit nicht, dem gerade zu Beginn eher um Fehlervermeidung bemühten Tabellennachbarn die richtigen Signale zu senden. „Nach einem derart enttäuschenden Auftritt in einem so entscheidenden Spiel müssen sich alle Beteiligten fragen, ob sie sich dessen Bedeutung bewusst waren und alles versucht haben, um dieses Duell zu gewinnen. Mit einer solchen Vorstellung kann man im Kampf um den Klassenerhalt nicht bestehen“, übte Trainer Steffen Dauer harsche Kritik und bekam von der Statistik Recht: 23 Ballverluste und damit fünf mehr als Treffer aus dem Feld (18 bei 62 Versuchen) standen am Ende beispielhaft einem positiveren Ausgang im Weg.

Einzig Kapitänin Jessica Miller, die aufopferungsvoll ihre Führungsrolle ausfüllte, sowie die Einheimischen Kathrin Gut, Tonia Lohneiß und Alina Hartmann klammerte Dauer bei seiner Schelte aus. Während Miller die DJK-Damen zumindest in der Anfangsviertelstunde auf Kurs halten konnte, blieb ihre Landsfrau Janae Young mit zwei Zählern und vier Ballverlusten vor dem Seitenwechsel weit unter ihren Möglichkeiten. 20:26 hieß es Mitte des zweiten Viertels in einer Phase, in der der Aufsteiger zwar hart für seine offensiven Erfolge arbeitete, in der Rückwärtsbewegung aber auch seine Achillesferse offenbarte. Mit schnellem Fastbreakspiel und einfachen Punkten wussten die Oberhausenerinnen diesen wunden Punkt zu nutzen. Nach dem zweiten erfolgreichen Dreier von Birte Thimm waren aus sechs Zählern Differenz zu Gunsten der Gastgeberinnen schnell 13 geworden, die auch zur Halbzeitpause Bestand hatten (24:37).

Millers Treffer zum 31:40 weckte in der 25. Minute noch einmal Hoffnung bei der Handvoll unentwegter Fans, die die Reise in den Ruhrpott mit angetreten hatten, doch es sollte der letzte im dritten Durchgang für die DJK Brose Bamberg bleiben. Zu viele ausgelassene Chancen infolge individueller Fehler oder schlechter Entscheidungen verhinderten eine erfolgreichere Aufholjagd, während der amtierende Pokalsieger auf der Gegenseite zum entscheidenden Schlag ausholte. Ein 12:0-Lauf der Nordrhein-Westfälinnen zum 31:52 entschied das Duell noch vor dem Schlussviertel. „Der Gegner hat mehr investiert als wir. Wenn sich bei uns nichts am Verständnis dafür ändert, was auf diesem Level nötig ist, um erfolgreich zu sein, stehen uns ganz schwere Wochen bevor“, appellierte Dauer an seine Mannschaft.

Der Bedarf an Verstärkung ist unterdessen nicht nur durch die Abgänge in der Winterpause und die Niederlage zum Auftakt der Rückrunde gestiegen. Während der unbeabsichtigte Schlag einer Gegenspielerin ins Gesicht von Janae Young wohl ohne ernste Folgen blieb, droht Liisi Sokman auszufallen. Die Estin verdrehte sich in der 32. Spielminute das Knie und musste vom Feld. Angesichts des bevorstehenden Programms mit Spielen gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte – am kommenden Samstag (17.00 Uhr) sind die SV Halle LIONS zu Gast in der Graf-Stauffenberg-Halle – wäre dies ein weiterer Rückschlag im Kampf um den Ligaverbleib, den der Aufsteiger mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bis zur letzten Sekunde führen will.

evo New Basket Oberhausen: Jordan (18), Thimm (17), Nainima (9), Krick (7), Grant (6), Beld (5), Prudent (4), Tews (3), Höfels, Simonis.

DJK Brose Bamberg: Miller (13), Young (10), Benzio (8), Gut (6), Hartmann (6), Zeis (2), Beck, Lohneiß, Münder, Sokman.

Foto (© Peter Groh): Die Bamberger US-Centerin Brett Benzio im Korbabschluss gegen ihre Oberhausener Gegenspielerin Chanita Jordan.

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