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U15w-Mädchen sammeln Erfahrung bei Turnier in Osnabrück

Der mit fünf Tabellenführern aus fünf Landesverbänden topbesetzte 3. Creditreformcup in Osnabrück war am abgelaufenen Wochenende das Ziel der U15-Mädchen der DJK Bosco Bamberg um Coach Patrick Hwastunow. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ musste man sich gleich im ersten Spiel mit dem Vorjahressieger vom TuS Lichterfelde aus Berlin auseinandersetzen, denen man einen großen Kampf lieferte und das 1. Drittel – gespielt wurden 3x10 Minuten – mit einem knappen Rückstand von 14:18 beenden konnte. Leider kam in der Folge das Berliner Starensemble um die Nationalspielerin und inoffiziellen MVP des Turniers Satou Sabally immer besser ins Rollen. Unterstützt von einer zweiten Nationalspielerin war die überragende Berliner Aufbauspielerin mit einem Gardemaß von über 1,80m Dreh- und Angelpunkt des Spiels und führte ihr Team vor dem Schlussabschnitt zum vorentscheidenden 27:51. Doch die Bambergerinnen gaben nicht auf und konnten sich wiederholt sehr eindrucksvoll durchsetzen und zumindest den Schlussabschnitt mit 16:14 knapp für sich entscheiden, was aber letztlich die 43:65 Niederlage nicht mehr abwenden konnte.

Ohne große Pause ging es dann mit großem Elan gegen die Pfalz-Towers aus Speyer, wo man sich den Frust der Auftaktbegegnung vom Leibe spielen wollte. Entsprechend führte man in diesem Spiel phasenweise mit fast 30 Punkten. Um alle Spielerinnen mit ausreichend Spielzeit bei diesem kräftezehrenden Turnier auszustatten wurde dann großzügig gewechselt und das Spiel der Bambergerinnen erfuhr einen totalen Bruch. Mit 56:48 konnte man den insgesamt verdienten Sieg aber gerade noch über die Schlusssirene retten.

Dieser Bruch sollte leider auch im letzen Spiel des ersten Turniertages gegen die Junior Panthers vom Gastgeber und Bundesligisten Osnabrück anhalten. Mit einer ungewohnt hohen Anzahl an technischen Fehlern, Turnovers und Einzelaktionen hatte man gegen die geduldig und diszipliniert agierenden Osnabrückerinnen bei gleichzeitig merklich schwindenden Kräften nie wirklich eine Chance und verlor verdient 27:56.

Obwohl vom individuellen Potential die Bambergerinnen eigentlich bei allen Spielen noch wesentlich besser mithalten hätten können müssen, verzettelte man sich über weite Phasen in einen „Run and Gun“- Stil ohne dabei Spiel und Tempo zu variieren und zu kontrollieren. Darauf konnten sich die deutlich abgeklärteren und ihre Chancen selbstlos und geduldig herausspielenden Gegner immer besser einstellen, während die Bamberger Kräfte unnötig vergeudet wurden. Veranschaulicht wurde diese erfolgreiche Spielweise zum Abschluss des ersten Tages im vermeintlichen Endspiel zwischen TuS Lichterfelde und dem hoch gehandelten Bundesliganachwuchs des TC Herne, die zwar ebenfalls mit 2 Nationalspielerinnen und weiteren Auswahlspielerinnen des WBV antraten, aber nach anfänglichen 10 Punkterückstand, geduldigen und variablen Teambasketball spielten und sich so zu einem viel umjubelten 57:47 Sieg arbeiteten.

Die Eindrücke des ersten Turniertages veranlassten dann im ersten Sonntagsspiel den Herner TC im Spiel gegen Bamberg ihre beiden Nationalspielerinnen aussetzen zu lassen. Durch diese leichte Überheblichkeit motiviert lieferten die DJK-Mädchen erneut einen großen Kampf und gingen mit einer 33:32 Führung ins Schlussdrittel ohne aber letztlich dann die Nerven zu behalten. Mit 46:53 und einer phasenweise sehr ansprechenden Leistung musste man eine erneut nicht unbedingt notwendige Niederlage einstecken.

Im letzten Spiel kam dann noch ein wenig internationaler Flair auf, ging es doch gegen die bis dahin ebenfalls nur mit einem Sieg ausgestatteten Holländerinnen vom Eurosped Twente, die dort als Favorit um die Niederländische Meisterschaft gelten. Ein echtes Endspiel um Platz 4 also. Leider lag die DJK von Anfang an gegen die großgewachsenen Holländerinnen leicht zurück, da diese ihre Größenvorteile immer wieder über die gleichen Spielzüge ausnutzten ohne wirklich das bessere Team zu sein. Erneut mit viel Kampf – leider aber auch Krampf – hielten die Bambergerinnen ohne je aufzugeben bis zum Ende dagegen, leider aber wieder ohne dafür belohnt zu werden. Endergebnis 49:54

Hinter dem Turniersieger und damit endgültigen Favorit um die Deutsche Meisterschaft aus Herne platzierten sich schließlich in diese Reihenfolge Berlin, Osnabrück, Twente, Bamberg und Speyer. Auch wenn das Abschneiden auf den ersten Blick etwas enttäuschend ist, so wird man sicher noch im Laufe der Saison von diesen auf höchstem deutschen Niveau gemachten Erfahrungen profitieren können. Wenn das Bamberger Team an den individuellen Defiziten arbeitet und als Team lernt, ein Spiel variabler zu gestalten und besser zu kontrollieren, dann könnte – sollten sich im Verlauf der überregionalen Meisterschaften die Wege nochmals kreuzen – der jeweilige Sieger auch Bamberg heißen.

Ein dickes Kompliment gilt es abschließend noch in Richtung Osnabrück loszuwerden, nicht nur für ein perfekt organisiertes Turnier, sondern vor allem auch für die vorbildliche und von allen Osnabrückern gelebte Gastfreundschaft.

Die DJK spielte in Osnabrück mit Hannah Straub, Franzi Hager, La Tisha Lott, Alicia Braun, Marie Ulshöfer, Felicia Winter, Emma Eue, Maike Haßfurther, Antonia Teske und Laura Pechmann.

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