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Gegen Rotenburg ist Topleistung gefordert

Mit dem ersten Saisonerfolg im Rücken empfängt die DJK Brose Bamberg am Samstag (17.00 Uhr, Graf-Stauffenberg-Halle) die bis dato zweitbeste Offensivmannschaft der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL). Die AVIDES Hurricanes, beheimatet in Rotenburg bei Bremen, brachten zwar Spitzenreiter Wasserburg die bislang einzige Niederlage bei, waren aber auch das Team, das sich dem erst einmal erfolgreichen Schlusslicht aus Herne geschlagen geben musste.

Die 84:93-Niederlage nach Verlängerung im Duell mit dem Aufsteiger war zugleich die letzte für den Club aus Norddeutschland unter Trainer Roland Senger. Grund für die durchaus überraschende Trennung waren - wie der Verein offiziell erklärte - "unüberwindliche Differenzen" zwischen Spielerinnen und hauptamtlichem Headcoach. Zum Nachfolger machten die Verantwortlichen in Rotenburg mit U17-Trainer Christian Greve einen Mann aus den eigenen Reihen. Unter dessen Führung mussten die Hurricanes zuletzt jedoch zwei weitere Rückschläge hinnehmen. Nach einer unglücklichen 91:95-Niederlage nach Verlängerung im Nordderby gegen Osnabrück zog der derzeitige Tabellenachte auch in der Vorwoche trotz eines mit 25:15 gewonnenen Schlussviertels zu Hause gegen Nördlingen den Kürzeren (60:68).

Aus der nach dem Trainerwechsel und drei sieglosen Spielen in Serie auf Seiten des Gegners vorherrschenden Verunsicherung will jetzt die DJK Brose Bamberg Kapital schlagen, um auf den erlösenden ersten Saisonerfolg unmittelbar einen weiteren folgen zu lassen. Doch Headcoach Steffen Dauer weiß um die Schwere der Aufgabe: "Der Sieg in Herne war ein erster Schritt in die richtige Richtung und hat auch dafür gesorgt, dass ein Stück weit Ballast von uns abgefallen ist. Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, uns dafür ewig zu beweihräuchern. Wir stehen vor einem ganz wichtigen Spiel, in dem wir nachlegen wollen beziehungsweise eigentlich fast schon müssen. Die Mannschaft hat unter der Woche sehr gut gearbeitet. Jetzt gilt es, den Trend zu bestätigen und fortzusetzen."

Die Rotenburgerinnen stellen bisher das nach Wasserburg zweitgefährlichste Offensivteam der Liga. 77,5 Punkte erzielen die Hurricanes im Schnitt pro Partie und werden dabei von der US-Amerikanerin Vanessa House (17,5 Zähler pro Partie) angeführt. Regelmäßig auf eine zweistellige Ausbeute kommen außerdem deren Landsfrau Samantha Meissel (14,7) und Pia Mankertz (11,0). Die Nachwuchsspielerin der Saison 2011/2012 in der DBBL, Emma Stach, steht ebenfalls im Kader der Wümmestädterinnen. Ihr Können ließ die 16-Jährige insbesondere im Heimspiel gegen Wasserburg aufblitzen, als sie 25 Punkte zum 95:89-Erfolg beitrug. "Wir erwarten einen Gegner, der sehr schnell spielt und einige hervorragende Schützinnen hat, insofern werden wir defensiv von Anfang an auf der Höhe sein müssen", prognostiziert DJK-Trainer Dauer.

Letzterer muss neben der langzeitverletzten Katharina Gröger weiterhin auch Petra Oberpaul ersetzen. Doppellizenzspielerin Leonie Leykam wird ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Auch und gerade deshalb bauen die Bamberger Bundesliga-Basketballerinnen auf die Unterstützung ihrer Fans in der Graf-Stauffenberg-Halle, die zur lautesten Spielstätte in der Liga werden soll. Karten für das vorletzte Heimspiel des Kalenderjahres 2012 gibt es an der Tageskasse zum Preis von 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro). Dauerkarteninhaber der Brose Baskets haben freien Eintritt.

DJK Brose Bamberg: Beck, Benzio, Bode, Gut K., Hartmann, Lohneiß, Miller, Münder, Sokman, Young, Zeis.

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