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Aufsteigerduell zugleich erstes Endspiel

Die Kellerkinder in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) sind ihm Rahmen des achten Spieltages unter sich. Der mit bislang einem Erfolg auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierende Herner TC ist am Samstag um 18.00 Uhr Gastgeber für die noch sieglose DJK Brose Bamberg. Letztere will nach den ansprechenden Leistungen der vergangenen beiden Heimspiele nun in der Fremde die aufgewendete Energie endlich in zählbaren Erfolg ummünzen.

Nach sieben Spielen ohne Sieg wächst der Druck auf DJK-Cheftrainer Steffen Dauer und seine Mannschaft, die Aufgaben aber werden nur geringfügig leichter. Nichtsdestotrotz ist ein Erfolgserlebnis vonnöten, um nicht nach einem Drittel der Saison bereits den Anschluss an die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt zu verlieren. Insbesondere offensiv werden die Bambergerinnen, die mit durchschnittlich 59 erzielten Punkten pro Partie bislang den schwächsten Angriff der Liga stellen, zulegen müssen. Defensiv dagegen ließen sie mit Ausnahme des Ausrutschers in Langen im Schnitt 72 Punkte des Gegners zu und damit deutlich weniger als der Herner TC. Das Team von Headcoach Marek Piotrowski markierte in den bisher absolvierten sieben Begegnungen zwar jeweils rund acht Zähler mehr als die DJK, musste aber auch mit Abstand die meisten gegnerischen Punkte (82 pro Partie) hinnehmen.

Zahlen und Statistiken spielen für Steffen Dauer im Vorfeld des Duells der beiden Aufsteiger jedoch nur eine untergeordnete Rolle. "Das ist am Samstag alles Makulatur. Wichtig ist, dass wir die Leistung abrufen, die erforderlich ist, um in Herne zu gewinnen. Wie das Spiel tatsächlich verläuft, wird sich auf dem Feld zeigen. Es kann ein echtes Kellerduell mit geringer Ausbeute auf beiden Seiten werden, sich aber auch, wie beim Herner 94:83-Erfolg nach Verlängerung über Rotenburg, zu einem High-Scoring-Game entwickeln", hält sich der Bamberger Trainer mit einer Prognose zurück. Stattdessen nennt er die aus seiner Sicht und der seiner Mannschaft entscheidenden Faktoren: "Wir müssen unter den Körben dagegenhalten und die schnellen Außenspielerinnen kontrollieren, als Einheit gut am Brett arbeiten, die Zahl der Ballverluste gering halten und vor allem die Kleinigkeiten abstellen, die in der Summe einem Erfolg bis dato im Weg standen."

Im 430 Kilometer entfernten Herne erwartet die Bambergerinnen ein ambitionierter Tabellenvorletzter. Kein anderer Verein in der Liga leistet sich mehr ausländische Spielerinnen als der TC. Insgesamt fünf US-Amerikanerinnen meldeten die Nordrhein-Westfalen in der laufenden Spielzeit bereits, drei von ihnen stehen mit Alexis Rack, Teya Wright (12,0 Punkte und 7,5 Rebounds pro Partie) und Ofa Tulikihihifo (11,9 Punkte und 5,0 Rebounds) aktuell noch im Aufgebot des Aufsteigers aus der zweiten Liga Nord. Dazu kommen die Serbin Minja Terzic (10,0 Punkte und 5,7 Rebounds), die wurfstarke Polin Magdalena Gawronska (10/19 Dreier " 52 Prozent) sowie die Tschechin Katarina Flasarova. Erfolgreichste deutsche Punktesammlerin der HTC-Damen mit durchschnittlich acht Zählern pro Partie ist die 24-jährige Britta Worms.

Auch zum Aufsteigerduell bietet die DJK Brose Bamberg, die weiter auf die von Kniebeschwerden geplagte Petra Oberpaul verzichten muss, ihren Fans die Möglichkeit, die Mannschaft zu begleiten und in der Halle der Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne zu unterstützen. Die Anmeldung zum Preis von 8 Euro ist online unter www.djkbrosebamberg.de/auswaertsfahrten möglich. Abfahrt des Fanbusses ist am Samstag um 11.00 Uhr am Parkplatz der Graf- Stauffenberg-Halle.

DJK Brose Bamberg: Beck, Benzio, Bode, Gut K., Hartmann, Lohneiß, Miller, Münder, Sokman, Young, Zeis .

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