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1. Damen finden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel

Die DJK Brose Bamberg hat ihre bislang beste Saisonleistung aus der Vorwoche im richtungsweisenden Spiel bei den Rhein-Main Baskets nicht bestätigen können. Stattdessen kassierte die Mannschaft von Trainer Steffen Dauer eine herbe und auch in der Höhe verdiente 52:97 (26:42)-Niederlage. Durch den ersten Erfolg von Mitaufsteiger Herne sind die Bambergerinnen damit nach dem sechsten Spieltag das einzige noch sieglose Team in der Damen-Basketball-Bundesliga.

Die kurzfristige Erkrankung von Johanna Beck und eine Vollsperrung auf der Autobahn nach Langen hatten bereits im Vorfeld nichts Gutes verheißen, das volle Ausmaß des aus DJK-Sicht komplett gebrauchten Tages wurde allerdings erst in der Georg-Sehring-Halle deutlich. Nach zähem Beginn eroberten die Bambergerinnen mit dem 9:8 zwar die Führung, die aber zum einen nicht lange Bestand haben und zum anderen die einzige im gesamten Spiel bleiben sollte. Zu leicht verfiel der Aufsteiger trotz sukzessiver Steigerung in den vorangegangenen fünf Partien in der Folge wieder in alte Muster. "Wir haben die komplette Palette geboten: Von mangelnder Konzentration über haarsträubende Ballverluste bis hin zu nicht vorhandener Verteidigung. Da gibt es auch nichts zu beschönigen. Das war auf beiden Seiten des Feldes eine unterirdische Leistung", fand Trainer Steffen Dauer schonungslose Worte für die bis dato mit Abstand schwächste Vorstellung seiner Mannschaft.

Die geriet mit zunehmender Spieldauer immer weiter ins Hintertreffen. 9:16, 16:26 und 18:35 lauteten die Stationen bis zur höchsten Differenz der ersten Halbzeit (18:39). Erst sechs schnelle Zähler mit Anbruch der letzten zwei Minuten vor der Pause vermochten den Schaden zumindest etwas zu begrenzen. Die Gründe für das klare Defizit jedoch waren bereits zu diesem Zeitpunkt offensichtlich. "Wir waren geistig und körperlich mindestens einen Schritt zu langsam und dem Gegner in allen Belangen klar unterlegen", fasste Dauer in Worte, was nach Spielende ein Reboundverhältnis von 34:44 und 31 Prozent Wurfquote in Zahlen ausdrückten, wobei die Anzahl der Treffer aus dem Feld der der Ballverluste entsprach (22).

Nichtsdestrotz hatte sich die DJK Brose Bamberg nach dem Seitenwechsel auf 30:44 herangekämpft, gegen die gnadenlos ihre Chancen verwertenden Hessinnen aber schnell wieder abreißen lassen müssen. Fortan wuchs der Rückstand im Duell mit einem zunehmend vor Selbstvertrauen strotzenden Gegner kontinuierlich an und erreichte über ein 36:72 nach dem dritten Viertel mit dem Endresultat von 52:97 seinen Höchstwert. "Das Schlimmste ist nicht die Niederlage, sondern die Art und Weise ihres Zustandekommens", vermisste Dauer vor allem die Gegenwehr bei seinen Spielerinnen. Einzig die nach längerer Verletzungspause zurückgekehrte Svenja Zeis und die kämpferische Tonia Lohneiß nahm der DJK-Trainer aus der Kritik.

Vom Rest erwartet er nach "einer Leistung, mit der man in der Bundesliga nichts verloren hat", eine Reaktion. Gelegenheit zur Wiedergutmachung haben die Bambergerinnen am kommenden Samstag in eigener Halle. Um 17.00 Uhr gastiert dann der BC Pharmaserv Marburg in der Graf-Stauffenberg-Halle.

Rhein-Main Baskets: Covington (20), Karel (14), Rexroth (13), Ripper (13), Dietrich (11), Beliveau (10), Wagner (8), Kammer (4), Pieczynski (4)

DJK Brose Bamberg: Young (19), Miller (12), Gut (7), Benzio (4), Hartmann (4), Zeis (4), Lohneiß (2), Bode, Münder, Sokman

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