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1. Damen liefern Meister großen Kampf

Auch wenn es das klare Endresultat auf den ersten Blick nicht vermuten lässt, hat sich die DJK Brose Bamberg im Duell mit dem amtierenden Deutschen Meister in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) mehr als achtbar aus der Affäre gezogen. Mit 60:77 (32:40) musste sich der Aufsteiger den BV Wolfenbüttel Wildcats geschlagen geben und dabei insbesondere dem Fehlen von vier Spielerinnen aus der Stammrotation Tribut zollen.

Dass neben der langzeitverletzten Katharina Gröger auch Svenja Zeis und Petra Oberpaul nicht zur Verfügung stehen würden, hatte sich schon länger abgezeichnet, besonders weh tat den Bambergerinnen aber der Ausfall von Janae Young. Doch auch ohne ihre bislang erfolgreichste Punktesammlerin starteten die DJK-Damen verheißungsvoll und legten ein schnelles 5:0 vor. Als die Wolfenbüttelerinnen als Antwort darauf jedoch Druck und Tempo erhöhten, war der jungen Mannschaft von Trainer Steffen Dauer wieder der Mangel an Konstanz und Erfahrung in der ersten Liga im Umgang mit kritischen Situationen anzumerken. Souveränität strahlten allerdings auch die Titelverteidigerinnen nicht aus: Zwar übernahmen die Wildcats die Führung, zogen viertelübergreifend auf 28:18 davon und erhöhten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 16 Zähler. 40 Sekunden vor der Halbzeitpause aber traf die erneut überzeugende Brett Benzio zum 32:38 aus DJK-Sicht und brachte ihr aufopferungsvoll kämpfendes Team damit wieder in Schlagdistanz.

Die ebenfalls starke Kathrin Gut verkürzte den Rückstand nach dem Seitenwechsel weiter bis auf fünf Zähler (37:42), endgültig durchschlagen konnten die Bambergerinnen den Knoten aber nicht. Denn erneut gelang es dem Aufsteiger nicht, aus dem hohen Aufwand, den er betrieb, Kapital zu schlagen. „Als wir entscheidend hätten verkürzen können, haben wir in der Offensive den Ball nicht gut genug bewegt. Abgesehen davon haben wir als Team im Defensivrebound zu schlecht gearbeitet und wieder mit unserer Trefferquote von außen gehadert. Umso schmerzlicher ist der für uns schwer zu verkraftende Ausfall von Janae Young, die uns viel Qualität im Rebound und Scoring geben kann. Um dahin zu kommen, dass wir Spiele gewinnen, müssen wir eben insgesamt noch eine Schippe drauflegen beziehungsweise jede Spielerin individuell“, bilanzierte Steffen Dauer nach der vierten Niederlage im vierten Saisonspiel.

Die fiel am Ende mit 17 Zählern Differenz vor allem deshalb deutlich aus, weil bei der ersatzgeschwächten DJK Brose Bamberg die Kräfte schwanden, während der Meister in eigener Halle sachlich sein Programm abspulte. Die Waffen streckten die Gäste aber auch nach einem 41:57-Rückstand zu Beginn des Schlussviertels nicht. Mit acht Punkten in Serie zwangen die DJK-Damen den Favoriten noch einmal zu einer Reaktion. Sein Polster noch deutlich aufstocken konnte dieser schließlich erst in den letzten zwei Minuten, vor denen es noch 57:66 geheißen hatte.

Das Positive mit in die neue Trainingswoche zu nehmen und auf die baldige Rückkehr der Verletzten hoffen, heißt es nun für die Bambergerinnen. Denn bereits am Donnerstag steht in der bayerischen Landeshauptstadt das Duell der zweiten Pokalrunde mit Zweitligist Friendsfactory Jahn München auf dem Plan. Zwei Tage später, am Samstag um 17.00 Uhr, gastiert dann Titelanwärter TSV 1880 Wasserburg zum zweiten Heimspiel in der Graf-Stauffenberg-Halle.

BV Wolfenbüttel Wildcats: O'Rourke (14), Whitcomb (13), Callahan (12), Vincze (10), Kulite (9), Morton (6), Conley (5), Berger (4), Haldin (4), Hartwich
DJK Brose Bamberg: Benzio (16), Gut (15), Sokman (8), Miller (7), Münder (5), Beck (3), Bode (2), Hartmann (2), Lohneiß (2)

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