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DJK-Damen auch bei der Heimpremiere ohne Fortune

Aufsteiger DJK Brose Bamberg wartet auch nach dem dritten Spieltag der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) weiter auf das so wichtige erste Erfolgserlebnis. Im ersten Heimspiel der noch jungen Saison musste die Mannschaft des Trainergespanns Steffen Dauer, Jochen Geigerhilk und Gregor Großkopf vor gut 400 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle eine ärgerliche 61:71 (28:31)-Niederlage gegen die Eisvögel USC Freiburg hinnehmen.

Ärgerlich deshalb, weil es vor allem die eigenen Fehler waren, die ein erfolgreiches Heimdebüt nach 16 Jahren Bundesliga-Abstinenz verhinderten. „In puncto Einstellung und Kampfgeist kann man der Mannschaft, wie schon in den vorangegangenen Partien, überhaupt keinen Vorwurf machen. In den entscheidenden Situationen treffen wir aber offene Würfe nicht, verlegen einfache Korbleger oder leisten uns Ballverluste, die anstelle des Ausgleichs oder der Führung einen höheren Rückstand zur Folge haben“, fasste DJK-Cheftrainer Steffen Dauer zusammen, was sich statistisch in 16 Prozent Dreierquote (3/19), mageren 36 Prozent Freiwurfquote (4/11) und 20 Ballverlusten ausdrückte.

Meist im Anschluss an Phasen, in denen starke Minuten dem Spiel der Bambergerinnen eigentlich Stabilität hätten geben sollen, unterliefen der Mannschaft vermeidbare Fehler. Die wiederum bestraften die Gäste aus dem Breisgau humorlos. Ob im ersten Viertel, als auf einen 9:0-Lauf der DJK-Damen zum 10:6 eine 11:0-Serie der Freiburgerinnen folgte, oder im dritten Durchgang beim Stand von 37:39. Nachdem Mara Münder nach einem vergebenen Freiwurf von Alina Hartmann den Offensivrebound gesichert und Janae Young den Rückstand auf zwei Zähler verkürzt hatte, bot sich mit dem darauffolgenden Ballbesitz die Chance zum Ausgleich. Johanna Becks Mitteldistanzwurf drehte sich jedoch wieder aus dem Ring, woraufhin sich Jessica Miller im Gegenangriff der USC-Damen ein unsportliches Foul einhandelte. In dessen Folge baute der Tabellendritte der Vorsaison seinen Vorsprung Stück für Stück aus, so dass die Differenz zwischen beiden Teams sechseinhalb Minuten vor dem Ende erstmals im Spiel einen zweistelligen Wert erreichte.

Nach zwischenzeitlich zwölf Zählern Defizit brachte die stark agierende US-Centerin Brett Benzio die DJK Brose Bamberg mit Anbruch der letzten eineinhalb Minuten zwar wieder in Schlagdistanz (57:63), die Gäste aber konterten postwendend. Der erste erfolgreiche Dreier der Freiburgerin Julia Schindler im vierten Anlauf führte für die Gastgeberinnen letztlich erneut zu der bitteren Erkenntnis, dass der großzügige Umgang mit den eigenen Chancen in der höchsten Spielklasse nicht ohne Folgen bleibt. „Bislang schlagen wir uns durch unsere Fehler in gewisser Weise selbst. Um den entscheidenden Schritt zu machen und Spiele zu gewinnen, müssen wir eben alle Bestleistung abrufen“, meinte Headcoach Dauer mit Blick auf die kommenden schweren Aufgaben. Am nächsten Samstag reist die Mannschaft zum amtierenden Meister nach Wolfenbüttel. Anschließend steht unter der Woche das Pokalspiel der zweiten Runde bei Zweitligist Jahn München an, ehe am 27. Oktober Titelaspirant Wasserburg zum bayerischen Derby in der Graf-Stauffenberg-Halle gastiert.

DJK Brose Bamberg: Young (16), Benzio (13), Hartmann (10), Miller (8), Gut (5), Münder (5), Bode (4), Beck, Lohneiß, Sokman; Eisvögel USC Freiburg: Tracey (18), Greene (12), Schindler (10), Höre C. (8), Schmidt (8), Williams (6), Höre F. (4), Hoffmann (2), Möller (2), Hodapp (1); Schiedsrichter: Michael Erlwein / Matthias Wipfler; Zuschauer: 400.

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