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Vom Vizemeister letztlich unter Wert geschlagen

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel gegen Oberhausen hat die junge Mannschaft der DJK Brose Bamberg auch im zweiten Saisonspiel in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) Lehrgeld zahlen müssen. 61:77 (35:42) hieß es nach 40 intensiven Minuten in der Sporthalle Burgstraße aus Sicht des Aufsteigers gegen die SV Halle LIONS, die in den entscheidenden Situationen von ihrer Routine und individuellen Klasse profitierten.

Symptomatisch dafür standen die erfolgreichen Dreipunktewürfe der Gastgeberinnen mit Ablauf der Uhr jeweils zum Ende der beiden mittleren Spielabschnitte. Der erste legte den Grundstein dafür, dass sich die LIONS unmittelbar nach der Halbzeitpause zweistellig absetzen konnten (37:49). Mit dem zweiten erzwangen sie nach 30 Minuten die Vorentscheidung (48:63). Wie im Verlauf der gesamten Partie, verkürzten die erneut kämpferisch überzeugenden Bambergerinnen zwar auch im Schlussviertel noch einmal (54:64, 61:71), am Ende aber hatten sie zu viele Chancen liegen gelassen, als dass es zur Sensation hätte reichen können. „Die Mannschaft hat sich klar gesteigert im Vergleich zur Vorwoche, dennoch war die Fehlerquote letztlich einfach wieder zu hoch. Als es um die sogenannten 'big points' ging, hatten wir das Nachsehen – und das reicht in letzter Konsequenz dann eben nicht, um beim Deutschen Vizemeister gewinnen zu können“, resümierte Trainer Steffen Dauer nach der zweiten Saisonniederlage.

Während die Hallenserin Michaela Abelova dem Aufsteiger gleich mit dem ersten erfolgreichen Angriff einen Nackenschlag versetzte, indem sie nach starker Bamberger Verteidigungssequenz bei noch einer Sekunde auf der Schussuhr den Dreier über Brett traf, haderten die Gäste erneut mit ihrem Wurf von jenseits der 6,75m. „Wir haben im ersten Spiel einen von acht Versuchen verwandelt, diesmal zwei von 18. Das macht es natürlich schwer“, hätte sich Dauer etwas mehr Glück im Abschluss gewünscht. In anderen Disziplinen zeigte sich sein Team dagegen klar verbessert: Mit 39:38 fiel das Reboundduell knapp zugunsten der DJK Brose Bamberg aus, wobei nicht zuletzt 14 eingesammelte Abpraller am offensiven Brett von viel Engagement zeugten. Zudem konnte die Zahl der Ballverluste deutlich reduziert werden. Ebenso wie auf Seiten des Gegners standen am Ende zwölf Turnover auf dem Scoutingbogen.

Abgesehen davon gelang es zwar, die zur wertvollsten Spielerin der vergangenen DBBL-Saison gekürte Tamara Tatham über weite Strecken zu kontrollieren, dafür diktierte jedoch Daphanie Kennedy speziell zu Beginn der Partie das Tempo. „Wir waren am Anfang wieder nervös und haben nach dem 1:7-Start etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Aber die Mannschaft hat es geschafft, den Schalter umzulegen und sich defensiv zu steigern. Immer dann, wenn wir in Reichweite lagen, haben wir jedoch einen Rückschlag hinnehmen müssen“, skizzierte Dauer das Spielgeschehen: „Wir können an der Niederlage nichts mehr ändern. Deshalb heißt es für uns: Mund abwischen und weiterarbeiten.“

Nach einem ersten Schritt in die richtige Richtung steht für die DJK-Damen nun am kommenden Samstag die Heimpremiere in der DBBL auf dem Programm. Um 17.00 Uhr empfängt der Aufsteiger dann die USC Eisvögel Freiburg in der Graf-Stauffenberg-Halle. Karten gibt es an der Tageskasse zum Preis von 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro). Dauerkarteninhaber der Brose Baskets haben freien Eintritt.

SV Halle LIONS: Kennedy (21), Abelova (14), Tatham (12), Gaudermann (9), Hebecker (9), Schnorr (6), Murphy (4), Kohlmann (2)
DJK Brose Bamberg: Young (19), Miller (11), Hartmann (8), Sokman (7), Gut (5), Beck (4), Bode (4), Benzio (3), Lohneiß, Münder

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