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DJK-Damen geben Heimvorteil aus der Hand

Die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Don Bosco Bamberg sind mit einer herben Niederlage in die Meisterschaftsrunde gestartet. Vor rund 400 Zuschauern unterlag der Titelverteidiger zum Playoff-Auftakt in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle den MLP BasCats USC Heidelberg mit 43:63 (16:34). Damit muss das Team von Cheftrainer Steffen Dauer am 14. April in Heidelberg gewinnen, um die Serie nach Bamberg zurückzuholen.

Wie schwer diese Aufgabe werden wird, bekam der amtierende Meister zum Auftakt eindrucksvoll vor Augen geführt. Über die volle Distanz liefen die DJK-Damen einem Rückstand hinterher, benötigten alleine sieben Minuten, um durch Jessica Miller die ersten Punkte zu erzielen, und bekamen auch in der Folge im Angriff kaum ein Bein auf den Boden. „Wir haben verdient verloren, weil unsere Offensive unterirdisch war und wir in der Verteidigung nur phasenweise gut gespielt haben. Wir waren einfach nicht wach und aggressiv genug, um ein solches Playoff-Spiel zu gewinnen“, fand Dauer klare Worte für das Auftreten seiner Mannschaft. Während die katastrophale Ausbeute dank ordentlicher Defensivarbeit im ersten Durchgang noch kaschiert werden konnte (4:10), ließen die Bambergerinnen den Gegner im zweiten Viertel auch im Angriff schalten und walten. „Hätten wir in dieser Phase nicht auch noch aufgehört zu verteidigen, wäre vielleicht ein akzeptabler Rückstand zur Halbzeitpause möglich gewesen. So sind wir für unsere bodenlose Leistung bestraft worden“, saß der Stachel der Auftaktniederlage beim Trainer der Gastgeberinnen tief.

16:34 hieß es nach 20 gespielten Minuten aus Sicht des Titelverteidigers, der bis zu diesem Zeitpunkt lediglich sechs Treffer bei 35 Versuchen (17 Prozent) aus dem Feld gelandet hatte. Für den ersten und einzigen erfolgreichen Dreier sorgte Jessica Miller kurz nach dem Seitenwechsel (24:38). Doch obwohl sie als einzige an die Normalform heranreichte, konnte auch die US-Amerikanerin dem Spiel ihrer Mannschaft keine entscheidenden Impulse verleihen. Zu behäbig in der Bewegung ohne Ball, fand der Titelverteidiger auch in der zweiten Hälfte nie zu seinem Spiel und konnte bis zum Schluss nicht nennenswert verkürzen. „Das war hoffentlich der Weckruf, den wir für die entscheidende Saisonphase benötigt haben“, versuchte Miller dennoch das Positive aus einem Spiel zu ziehen.

Nicht Zweitliga-taugliche drei Korberfolge binnen 40 Minuten von außerhalb der Zone kritisierte dagegen der Headcoach, der nun auf eine Reaktion seiner Mannschaft hofft. Dauer: „Die Frage ist ganz einfach: Bleiben wir liegen oder stehen wir wieder auf? Wir haben uns das Ergebnis selbst zuzuschreiben und können es so nicht auf uns sitzen lassen.“ Ein schlechtes Spiel gehöre wohl zu jeder Saison, räumte Abteilungsleiter Jörg Zimmermann, „nur war der Zeitpunkt denkbar unglücklich. Aber ich glaube an den Team- und Kampfgeist unserer Mannschaft, der sie schon in so vielen Spielen ausgezeichnet hat.“

Aufgrund der Pause über die Ostertage müssen die DJK-Damen allerdings 14 Tage warten, bis sie wieder den Beweis ihrer über weite Strecken der Hauptrunde gezeigten Klasse antreten können. Das zweite Spiel findet am 14. April 2012 um 16.30 Uhr in Heidelberg statt. Damit die Mission “Titelverteidigung“ dort nicht endet, benötigen die Don-Bosco-Korbjägerinnen einen Sieg. Fans haben bereits jetzt die Möglichkeit, sich auf der offiziellen Internetseite unter www.djk-bamberg.de/basketball für die Auswärtsfahrt anzumelden, um die Mannschaft auch vor Ort zu unterstützen.

DJK Don Bosco Bamberg: Miller (13), Leach (7), Oberpaul (7), Johnson (5), Beck (3), Gut (3), Hirmke (2), Zeis S. (2), Gröger (1), Leykam, Mendler, Stößel;

MLP BasCats USC Heidelberg: Flaherty (23), Benavente (12), Veith (8), Adrion (6), Meusel (6), Kranzhöfer (4), Koch (2), Stage (2), Heller

Schiedsrichter: Frank Bleicher / Josip Filipovic

Zuschauer: 400

Foto (© Sportpress): Die Bambergerin Jessica Miller zieht zum Korb.

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