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DJK-Damen wollen in eigener Halle Stärke demonstrieren

„Jetzt werden die Karten neu gemischt“, greift Steffen Dauer, Trainer der Zweitliga-Damen der DJK Don Bosco Bamberg, auf eine altbekannte Weisheit zurück, wenn es um die spannendste Phase der Saison geht. Am Sonntag um 14:00 Uhr empfängt seine Mannschaft in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle (freier Eintritt für Dauerkartenbesitzer der Brose Baskets) die MLP BasCats USC Heidelberg zum ersten Playoff-Halbfinalspiel.

Das Aufeinandertreffen zwei der defensivstärksten Teams der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd verheißt eine spannende und intensiv geführte Serie, die nach dem Modus “best-of-three“ ausgetragen wird. Ein Sieg bedeutet somit Matchball, bei einer Niederlage droht das vorzeitige Saisonende. „Natürlich wollen wir an unsere Leistung aus der Hauptrunde anknüpfen und vorlegen, aber wir erwarten einen schweren Gegner von hoher Qualität“, ist Dauer die Anspannung vor dem Start der Mission “Titelverteidigung“ anzumerken. Nicht zuletzt, weil sich die endgültige Zusammensetzung seines Kaders wohl erst am Sonntag entscheidet. Definitiv verzichten muss der DJK-Headcoach auf Junioren-Nationalspielerin Alina Hartmann, die zeitgleich für das Team Oberfranken in den Playoffs der Weiblichen Nachwuchs Basketball Bundesliga auflaufen wird. Zudem droht Petra Oberpaul erkrankt auszufallen und auch Monet Johnson befindet sich aufgrund einer wieder aufgebrochenen Fußverletzung in Behandlung. Positiv verlief dagegen die erste Trainingswoche von Katharina Gröger nach längerer Pause. Ebenfalls vor ihrer Rückkehr ins Mannschaftstraining steht die zuletzt gesundheitlich angeschlagene Sophie Mendler.

Die personellen Gegebenheiten zwingen Dauer dennoch, in der Spielvorbereitung mehrgleisig zu fahren. Nicht zuletzt, weil seine taktischen Überlegungen von den zur Verfügung stehenden Spielerinnen abhängig sind. „Es macht natürlich einen Unterschied, ob Petra Oberpaul, Monet Johnson und Sophie Mendler auflaufen können oder eine, zwei oder gar alle drei nicht. Von daher bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten, wer am Sonntag spielen kann und wie lange“, schildert der Bamberger Trainer die gegenwärtige Situation. Angesichts einer erwartungsgemäß von den Verteidigungsreihen geprägten Partie würde der Titelverteidiger von jeder zusätzlichen Option zweifelsohne enorm profitieren. Schließlich lieferte die letzte Begegnung beider Teams vor Wochenfrist mehr als nur einen Vorgeschmack auf die anstehende Serie. Mit 52:47 behielten die DJK-Damen in Heidelberg die Oberhand, wobei beide Seiten ihren ohnehin bereits niedrigen Durchschnittswert an zugelassenen Punkten noch einmal um rund zehn Zähler unterboten.

Ausschlaggebend werde für die Vergleiche mit dem Tabellenvierten nach Abschluss der Hauptrunde aber nicht nur die Defensivleistung sein, prognostiziert Dauer: „Die Reboundarbeit und die Frage, wer das Tempo besser kontrollieren kann, werden eine ebenso entscheidende Rolle spielen. Für uns wird wichtig sein, dass wir die starken Innenspielerinnen des Gegners in den Griff bekommen und gleichzeitig von außen Akzente setzen.“ Hinzu kommt der Heimvorteil, dessen sich die Bambergerinnen durch die Unterstützung ihrer Anhänger um die beiden Fanclubs “Starting 5“ und “FreakCity Frankenpower“ sicher sein können. Fans der Brose Baskets bietet sich derweil die Gelegenheit, vor dem Heimspiel des Pokalsiegers gegen Hagen einen Abstecher in die altehrwürdige Graf-Stauffenberg-Halle zu machen.

DJK Don Bosco Bamberg: Beck, Gut, Hirmke, Johnson (?), Leach, Leykam, Mendler (?), Miller, Nickel, Oberpaul (?), Stößel, Zeis F., Zeis S.

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