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DJK-Damen verlieren Spiel und Ka Gröger

Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage in eigener Halle hat es die Zweitliga-Damen der DJK Don Bosco Bamberg auch auswärts erwischt. Im Gastspiel beim TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt blieb der aktuelle Tabellenführer der 2. DBBL Süd erneut unter seinen Möglichkeiten und musste sich am Ende mit 73:77 (36:47) geschlagen geben. Erschwerend hinzu kam eine erneute Verletzung bei Spielmacherin Katharina Gröger.

Kurz vor der Pause humpelte die 21-Jährige mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Kabine und kehrte wenige Minuten später mit einem Eisbeutel am Fuß zurück auf die Bank. Fünf Wochen nach ihrem im Training erlittenen Bänderriss musste die gebürtige Wasserburgerin die Partie beenden, nachdem sie ohne Fremdeinwirkung mit dem gleichen Fuß umgeknickt war. „Das ist bitter für Katharina und bitter für uns“, haderte DJK-Cheftrainer Steffen Dauer mit dem erneuten Verletzungspech. „Die Gesundheit der Spielerin steht natürlich an erster Stelle, aber für uns bedeutet das, dass sich die Rotation wieder verändern wird. Nach den vielen Wechseln in den letzten Wochen kommt es damit wieder zu einer neuen Rollen- beziehungsweise Spielzeitverteilung. Wir müssen zusehen, dass wir ihren Ausfall kompensieren.“

Auswirkungen auf die Rotation habe aber nicht nur Grögers Ausfall, kündigte der Headcoach nach dem zweiten enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft Konsequenzen an. „Es ist genug geredet worden, jetzt müssen Taten folgen. Einige haben offenbar gedacht, München sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen. Vielleicht lief es auch in den ersten 14 Spielen einfach zu gut“, fehlte Dauer kurz nach Spielende eine Erklärung für das, was sein Team bis ins Schlussviertel hinein zu Wege brachte. 20:14 führten die Bambergerinnen nach ordentlichem Beginn, luden den Gegner anschließend jedoch durch nachlässiges Defensiverhalten zu einem 9:0-Lauf ein und sahen sich fortan mit einem Rückstand konfrontiert.

Geschlagen wurden die DJK-Damen dabei mit ihren eigenen Waffen: Mit schnellem Spiel, hoher Treffsicherheit und kompromissloser Verteidigung bauten die Speyerinnen ihren Vorsprung bis zur Pause auf 36:47 aus Gäste-Sicht aus. Die gleiche Differenz hatte auch nach 30 Minuten Bestand (50:61), weil der Spitzenreiter versuchte, das Spiel im Angriff zu gewinnen und darüber die Defensive vergaß. Während der erste Distanztreffer erst im 14. Versuch fiel – bezeichnenderweise durch die aufopferungsvoll kämpfende Rückkehrerin Jessica Miller –, stimmte hinten häufig die Zuordnung nicht, fehlten die Hilfen oder wurde im Rebound nicht konsequent genug gearbeitet.

Wie schon vor Wochenfrist gegen München nahmen die Bambergerinnen im Schlussviertel dann zwar den Kampf an, standen sich in den entscheidenden Situationen aber selbst im Weg. Gleich mehrfach bot sich die Chance zum Führungswechsel, doch individuelle Fehler und ein abgegebener Offensivrebound, den Katy Germain mit ihrem vierten Dreier zum 65:73 bestrafte, verhinderten die Wende. „Zum zweiten Mal in Folge hat der Gegner verdient gewonnen, weil er mehr investiert hat. Für uns gilt es zu ergründen, warum wir nicht von Anfang an gewillt sind zu zeigen, was wir im letzten Viertel gezeigt haben“, formulierte Dauer eine der Hauptaufgaben für die kommende Trainingswoche.

Lisa Stößel und Jessica Miller lobte der DJK-Headcoach derweil für ihre guten Leistungen und sparte sie bei seiner Kritik aus. Daran, mit wie viel Herz und Intensität die am Ende ausgepumpte US-Amerikanerin in das erste Spiel nach überstandener Lungenentzündung gegangen sei, könne sich der Großteil des Teams ein Beispiel nehmen, meinte Dauer. „Jetzt sollte auch die Letzte erkannt haben, dass man in dieser Liga ohne Einstellung, Konzentration und Intensität sowie unabhängig vom Tabellenplatz Spiele nicht im Vorbeigehen gewinnt. Die Mannschaft ist jetzt in der Bringschuld, den mitgereisten Fans und den Zuschauern in eigener Halle für deren tolle Unterstützung etwas zurückzugeben.“

TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt: Müller (23), Germain (20), Verboom (13), Gelbke (12), Weynandt (8), Jalalpoor (1).

DJK Don Bosco Bamberg: Miller (21), Leach (16), Hirmke (8), Stößel (8), Johnson (6), Beck (5), Gut (3), Hartmann (2), Leykam (2), Zeis (2), Gröger, Mendler.

Foto (© Sebastian Hader): Eine gute Partie bot nach ihrer Verletzungspause Jessica Miller.

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