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DJK-Damen beenden ''Seuchenmonat'' mit weiterem Sieg

Die Korbjägerinnen der DJK Don Bosco Bamberg bleiben auch nach dem 14. Spieltag die einzige noch ungeschlagene Mannschaft in der zweigeteilten 2. Damen-Basketball-Bundesliga. In einer intensiv geführten Partie setzte sich der weiterhin dezimierte Titelverteidiger vor 300 Zuschauern in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle knapp mit 76:73 (63:63, 27:39) gegen den Tabellenvorletzten TuS Bad Aibling Fireballs durch.

Sicher stellte den 13. Saisonerfolg zwar Johanna Hirmke von der Freiwurflinie, Spielerin des Tages aber war Alina Hartmann. Mit 30 Punkten füllte die erst 16-Jährige nicht nur die Lücke, die der kurzfristige Ausfall der zweiten US-Amerikanerin, Monet Johnson (Mandelentzündung), gerissen hatte, sondern avancierte auch zur Matchwinnerin. Alleine die ersten neun Punkte der Verlängerung gingen auf das Konto der Junioren-Nationalspielerin, die ihre eigene Leistung jedoch hintanstellte: „Ich wollte Verantwortung übernehmen, aber es haben alle alles gegeben. Es war ein Sieg der ganzen Mannschaft.“ Headcoach Steffen Dauer, sonst eher darauf bedacht, keinen seiner Schützlinge herauszuheben, verteilte dagegen nicht nur an die Topscorerin ein Sonderlob: „Sie hat uns heute mit einer unglaublichen Leistung getragen. Katharina Gröger hat ebenfalls eine entscheidende Rolle gespielt, die Leistung von Petra Oberpaul war aller Ehren wert und auch die Verteidigung von Sophie Mendler und Annika Lohneiß gegen Ciara Iglehart in der zweiten Halbzeit hat uns sehr geholfen.“

Ohne die drei etatmäßigen Starterinnen Jessica Miller, Monet Johnson und Kathrin Gut sowie mit einer gesundheitlich angeschlagenen Johanna Beck auf der Centerposition taten sich die DJK-Damen anfangs allerdings schwer. Offensiv fehlte es an der nötigen Präzision und Durchschlagskraft, defensiv bereitete den Bambergerinnen allen voran Ciara Iglehart in Korbnähe Probleme. 21 Punkte und sechs Rebounds gingen in der ersten Hälfte auf das Konto der Aiblingerin. „Was wir vor der Pause gezeigt haben, war deutlich zu wenig. Der Gegner hat gemacht, was er wollte, und wir haben es zugelassen“, fand Dauer klare Worte für das, was zahlenmäßig fast 50 Prozent Trefferquote aus dem Feld auf Seiten des Aufsteigers aus Oberbayern (Bamberg 31) belegten.

27:39 hieß es zu diesem Zeitpunkt aus Sicht der Gastgeberinnen, die nach dem Seitenwechsel zunächst zwar weiter einem Rückstand hinterherliefen, dank verbesserter Defensivarbeit mit fortschreitender Spieldauer jedoch besser in die Partie fanden. „Am Ende war es eine Energieleistung. Wir haben unser Kämpferherz ausgepackt“, resümierte Dauer, dessen Nerven ebenso wie die der Zuschauer nach dem Krimi in Würzburg erneut auf eine harte Probe gestellt wurden. Die Basis schufen derweil Alina Hartmann und Katharina Gröger, deren insgesamt fünf Distanztreffer im dritten Durchgang einen nur noch einstelligen Rückstand vor dem Schlussviertel zur Folge hatten (48:55).

Punkt um Punkt verkürzten die DJK-Damen im Anschluss und wurden zwei Minuten vor Schluss mit der ersten Führung im Spiel belohnt. Als Katharina Gröger bei noch 29,3 Sekunden auf der Uhr schließlich ihren fünften Dreier zum 62:59 versenkte, lag der Sieg zum Greifen nah. Doch die Gäste erzwangen den erneuten Ausgleich und damit die Verlängerung. Gleich zweimal hatte da Annika Lohneiß in ihrem letzten Spiel für die Zweitliga-Basketballerinnen die Chance zur Vorentscheidung. Sie ließ jedoch vier Freiwürfe in Serie liegen, während auf der Gegenseite Iglehart zum 74:73 traf. Um die Uhr anzuhalten, schickten die Aiblingerinnen umgehend Johanna Hirmke an die Linie, die zweimal nervenstark verwandelte und letztlich den 13. Saisonerfolg sicherte.

Ungeschlagen überstanden die Bambergerinnen damit auch den Seuchenmonat Januar, in dem nacheinander drei Stammkräfte verletzungsbedingt ausfielen, viele Spielerinnen mit Blessuren zu kämpfen hatten und Liisi Sokman sowie Annika Lohneiß den Verein verließen. „Dass es bei uns nicht rund läuft, ist kein Geheimnis. Unsere Personalsituation soll aber keine Entschuldigung sein, allenfalls der Versuch einer Erklärung. Auf die heutige Leistung in der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung können wir jedenfalls sehr stolz sein“, lautete das abschließende Fazit von Headcoach Steffen Dauer.

DJK Don Bosco Bamberg: Hartmann (30), Gröger (22), Oberpaul (12), Hirmke (4), Zeis S. (4), Beck (2), Lohneiß (2), Leykam, Mendler, Stößel
TuS Bad Aibling Fireballs: Iglehart (34), Cunningham (13), Pölder (12), Bradaric (7), Niebler (6), Wiechmann (1), Rauffer

Foto (© Sportpress): Die Bad Aiblinger Aufbauspielerin Latoya Cunningham dribbelt dem Bamberger Abwehrriegel aus Alina Hartmann, Leonie Leykam, Johanna Beck und Katharina Gröger entgegen.

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