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Dezimierte DJK gewinnt Krimi gegen Würzburg

Trotz eines erneuten personellen Rückschlags hat die DJK Don Bosco Bamberg das Derby gegen die TG Würzburg Blue Sharks zu ihren Gunsten entschieden. Ohne die erkrankte Jessica Miller setzte sich die Mannschaft von Headcoach Steffen Dauer in einer nervenaufreibenden Begegnung am Ende knapp mit 70:68 (62:62, 28:33) nach Verlängerung durch und wahrte damit ihre weiße Weste in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd.

1,5 Sekunden verbleibende Spielzeit leuchteten im Sportzentrum der TG Würzburg von der Anzeigetafel, als die Gastgeberinnen in der Bamberger Hälfte den Ball zum Einwurf erhielten und damit die Gelegenheit, das Spiel in eine zweite Verlängerung zu schicken oder gar für sich zu entscheiden. Das Leder ging zur vom Erstligisten Rhein-Main Baskets nach Unterfranken zurückgekehrten Janet Hatfield, deren Abschluss jedoch deutlich nach der Schlusssirene erfolgte. Der Rest war Jubel im Lager der Oberfranken, die den Charaktertest „ohne den Kopf der Mannschaft“, wie Dauer den Ausfall von Miller bezeichnete, erfolgreich bestanden hatten. „Man hat deutlich gesehen, dass wir mit den Verletzungen und der neuen Rollenverteilung zu kämpfen haben. Uns zu finden, wird die Hauptaufgabe in den kommenden Wochen sein“, attestierte DJK-Cheftrainer Dauer seinem Team ein großes Kämpferherz.

Letzteres war nach einem klassischen Fehlstart selten gefragter als beim Aufeinandertreffen mit dem Tabellenletzten, der Mitte des zweiten Viertels beim Stande von 31:14 die höchste Führung des Spiels verzeichnete. Schwierigkeiten bereitete den Gästen allen voran die aggressive Zonenpresse der Würzburgerinnen. „Der Gegner ist mit sehr viel Intensität aus der Kabine gekommen, weil er wusste, wenn er uns schlagen kann, dann heute. Insofern konnten wir froh sein, dass es zur Halbzeit nur fünf Punkte Rückstand waren“, war für die Dauer wie aus Bamberger Sicht das Ergebnis das Beste an der ersten Hälfte.

Indem sie aggressiver den Korb attackierten und die Unterfränkinnen zu Fouls zwangen, kämpften sich die DJK-Damen in den letzten Minuten vor der Pause nicht nur zurück in die Partie, sondern übernahmen nach dem Seitenwechsel auch die Führung. Ein Dreier der in ihrem letzten Spiel für den Tabellenführer starken Liisi Sokman brachte das 35:33 für die Gäste und läutete einen umkämpften dritten Durchgang mit insgesamt neun Führungswechseln ein (51:49). Beide Seiten kämpften mit offenem Visier, wobei sich auf Bamberger Seite vor allem Petra Oberpaul mit ihrer Erfahrung, die ebenfalls scheidende Annika Lohneiß durch unbändigen Einsatz und Monet Johnson mit ihren individuellen Fähigkeiten hervortaten.

In den entscheidenden Situationen fehlte es dem Titelverteidiger jedoch ein wenig an Cleverness. Insbesondere unnötige Ballverluste zur Unzeit verhinderten eine Entscheidung zu Bamberger Gunsten in der regulären Spielzeit, während auf der Gegenseite die herausragende Raphaela Jochimczyk ihr Team in die Verlängerung führte. Dort konnten sich die Oberfranken zwar schnell auf sechs Zähler absetzen, mussten jedoch bis zur letzten Sekunde um ihren zwölften Sieg im zwölften Spiel zittern.

TG Würzburg Blue Sharks: Jochimczyk (27), Hatfield (14), Horvathova (10), Pfister (9), Brust (6), Nöth (2), Lauts, Sigloch, Werner.

DJK Don Bosco Bamberg: Johnson (14), Hartmann (13), Sokman (12), Zeis S. (9), Lohneiß (6), Oberpaul (6), Beck (4), Hirmke (2), Mendler (2), Stößel (2), Leykam.

Foto (© Sebastian Hader): DJK-Coach Steffen Dauer instruiert seine Spielerinnen in einer Auszeit.

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