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U17 der DJK gewinnt Bayernpokal - TTL wird Vierter

Der Nachwuchs der DJK Don Bosco Bamberg sicherte sich am vergangenen Wochenende einen weiteren Titel mit dem Gewinn des Bayernpokals in der Altersklasse der weiblichen U17. Der Lokalrivale TTL Bamberg kam ersatzgeschwächt nur auf Platz vier.

Völlig unterschiedliche Voraussetzungen prägten die Endrunde im U17-Bayernpokal für die beiden Bamberger Teams, die am vergangenen Wochenende im oberbayerischen Wasserburg ausgespielt wurde. Während Nordbayernsieger DJK personell aus dem vollen schöpfen konnte und mit fünf WNBL-Spielerinnen auflief, konnte der Oberfränkische Meister TTL durch das kurzfristige Nachrücken in diese Meisterschaftsrunde nur zu sechst an den Inn reisen.

Dementsprechend verlief auch das Aufeinandertreffen der beiden Oberfränkischen Vertreter. Einen furiosen Start legte der Bundesliganachwuchs der DJK hin und führte nach den ersten 10 Minuten bereits mit 20:2. Bei der ohnehin schon dünnen Spielerdecke des TTL verletzte sich dazu noch Astrid Heyder, deren Aufbauposition jedoch Eva Ulshöfer mit Bravour übernommen wurde. Nachlässigkeiten auf DJK-Seite ließ den TTL, der sich weiter tapfer wehrte, das 2. Viertel ausgeglichen gestalten, bevor das Team von Trainerin Johanna Beck sich auf ihre Stärken besann, das Tempo anzog und schließlich deutlich mit 82:42 das Auftaktspiel für sich entschied.

Im Spiel gegen den Gastgeber Wasserburg war das TTL-Team von Trainer Jochen Geigerhilk nur noch zu fünft und konnte gegen die Überlegenheit des TSV nicht bestehen. Durch hohe Trefferquoten gegen die Zonenverteidigung knackte der Nachwuchs des deutschen Damenmeisters die aufopfernd kämpfenden TTL-Mädels, bei denen nur Leonie Weckwerth und Anna Konrad zu Korberfolgen kamen. Aber auch Alex Schneider und Stephanie Schlichting zeigten enormen Kampfgeist, bis in der zweiten Halbzeit dann die Kräfte schwanden. Besonders bitter war zum Schluss, dass nun auch Eva Ulshöfer umknickte und nicht mehr weiterspielen konnte. Zu viert gegen - nachdem auch der Wasserburger Coach eine Spielerin freiwillig vom Feld nahm - vier Wasserburger ging das Spiel letztlich klar an die Oberbayern (30:104).

Da im Auftaktspiel der TS Jahn München gegen den Gastgeber Wasserburg gewann, war das Spiel der DJK gegen die Landeshauptstädter gleich zum vorgezogenen Endspiel geworden. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel konnten die Don-Bosco-Mädels bis zum Seitenwechsel durch schön heraus gespielte Korbaktionen und eine bissige Abwehr sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten (34:29). Vor allem die Jugend-Nationalspielerin in Reihen der DJK, Alina Hartmann, war von der Jahn-Abwehr kaum zu halten. Einen Zahn zu legten die DJK-Mädchen dann vor allem in der Abwehr, gestatteten den Müncherinnen nur noch 21 Punkte, erzielten selbst noch 33 Punkte und kamen so zu einem deutlichen 67:50-Erfolg, bei der alle Spielerinnen ihre Rolle mannschaftlich geschlossen erfüllten.

Nachdem der TTL nur noch mit vier einsatzfähigen Spielerinnen vor Ort war, fiel das Spiel gegen den TS Jahn München aus.

Die Entscheidung um den Titel fiel im letzten Turnierspiel am Sonntag. Den bei einer Niederlage drohenden Dreiervergleich wollten die Beck-Schützlinge aus dem Wege gehen und so begannen die Oberfranken stark, hatten aber mit den Wasserburgern einen ebenbürtigen Gegner. In dem kampfbetonten und packenden Spiel wollte sich kein Team eine Blöße geben. Die Oberbayern gingen mit 20:15 in die erste Viertelpause und hatten auch danach immer einen kleinen Vorteil auf ihrer Seite. Bei 34:33 für die Innstädter wechselten die Teams die Seiten und auch danach konnte kein Team einen höheren Vorsprung heraus spielen. Durch eine hohe Trefferquote auf Wasserburger Seite und leichte Fehler in der DJK-Abwehr schienen den Domstädtern Mitte des 3. Viertels die Felle davon zu schwimmen, als der Rückstand auf sieben Punkte anwuchs. Doch zwei Dreier von Antonia Gut und zwei Freiwürfe von Sina Dorberth brachten die DJK-Farben wieder heran. Im Schlussabschnitt dann das umgekehrte Bild. Eine 5-Punkte-DJK-Führung wurde zwei Minuten vor Spielende vom TSV umgekehrt und die Hausherren führten auf einmal wieder (59:62). Doch nach dem Ausgleich von Alina Hartmann durch einen Dreier besannen sich die Bambergerinnen auf ihre Abwehrstärken und kamen mit einem 7:2-Lauf noch auf die Siegerstraße (Endstand: 69:64).

Die DJKlerinnen lagen sich nach dem Schlusspfiff in den Armen und konnten sich mit diesem Sieg das Heimrecht für die nächste Runde des Wettbewerbs am 21./22. Mai in Bamberg sichern. DJK-Coach Johanna Beck resümmierte nach dem Turniersieg erfreut: "Das war ein tolles und erfolgreiches Wochenende, bei dem alle Spielerinnen ihre Aufgaben im Team voll erfüllten. Der Titel war insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung." TTL-Trainer Jochen Geigerhilk war trotz der klaren Niederlagen nicht gänzlich unzufrieden: "Schade, dass wir durch die zahlreichen Ausfälle das Turnier nicht zu Ende spielen konnten. Aber es war von vorne herein schon personell eine fast unlösbare Aufgabe. Meinen Mädels möchte ich ihre kämpferische Einstellung hoch anrechnen, die trotz der vielen Rückschläge niemals aufgaben."

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