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Verkorkste 1. Halbzeit kostet den DJK-Damen die Pole-Position

Kein Happy-End gab es am Samstag für die Damen der DJK Don Bosco Bamberg im Spitzenspiel um Platz eins der Tabelle der 2. Damen-Basketball-Bundesliga gegen den TSV Amicitia Viernheim. Mit 62:68 verloren die Oberfranken das letzte Hauptrundenspiel und damit auch die Tabellenführung. Nachdem auch Leimen und Heidelberg in ihren Abschlussspielen erfolgreich waren, zogen diese auch noch an den Bambergerinnen vorbei und schoben diese auf Platz vier.

Furios starteten die Gäste aus Südhessen und wirbelten durch die Abwehr der Domstädter fast nach Belieben (5. Minute: 2:11), bevor die Gastgeber ihren Rhythmus fanden. Vor allem "Oldie" Petra Oberpaul (12 Punkte/8 Rebounds) gelangen in dieser Phase wichtige Punkte, sodass die Dauer-Schützlinge bis zur ersten Viertelpause den Rückstand verkürzen konnten (18:26). Ernst machten die Gäste mit dem wohl komplettesten Kader der 2. Liga mit einem 13:3-Lauf, bei dem vor allem deren US-Neuzugänge Franklin (13) und Williams (12) ihre Klasse zeigten. Durch nur einen DJK-Feldkorb in diesem Viertel und einer mäßigen Ausbeute von der Freiwurflinie zog der TSV bis zur Halbzeitpause bis auf 19 Punkte davon (26:45). Wer nun glaubte, dass damit das Spiel entschieden war, wurde getäuscht. Die Don-Bosco-Mädels verteidigten nun bissiger und kamen durch eine verbesserte Wurfauswahl wieder in Schlagweite (28. Min. 46:55). Der Schlussabschnitt wurde dann nochmal zum Krimi, als die Bamberger bis auf drei Punkte heran kamen (38. Min: 60:63). Doch ein Dreier von Agathe Kiersz (12) erstickte das Aufbäumen der Gastgeber im Keim. Die Viernheimer ließen danach nichts mehr anbrennen und spielten die Schlussminute clever herunter (Endstand: 62:68).

TSV-Coach Achim Maier zeugte nach dem Spiel den DJK-Mädels Respekt ab. "So ein Spiel wie in der 2. Halbzeit hatte ich erwartet. Meine Spielerinnen hatten wohl schon wegen der hohen Halbzeit-Führung das Spiel gedanklich abgehakt, sodass es dann doch noch mal spannend wurde." Sein Gegenpart auf der DJK-Bank Steffen Dauer begründete den Spielausgang ebenfalls mit den beiden unterschiedlichen Halbzeiten. "Verloren haben wir das Spiel klar in der ersten Halbzeit. Dass meine Spielerinnen danach wieder so viel Energie hatten, das Spiel fast noch zu kippen, macht mich für das Halbfinale wieder optimistisch. Da werden die Karten wieder neu gemischt."

Weiter geht's für die Don-Bosco-Damen bereits am kommenden Sonntag, an dem sie zum ersten Spiel im Play-Off-Modus "Best of Three" in Viernheim antreten müssen. Am darauf folgenden Sonntag kommt es in Bamberg zum Rückspiel. Hat keines der beiden Teams danach zwei Siege auf seinem Konto, folgt ein Wochenende später das Entscheidungsspiel wieder in Viernheim.

Für die DJK Don Bosco Bamberg spielten: Miller (19 Punkte/3 Dreier), Walker (14/2 Dreier/10 Rebounds), Oberpaul (12/8 Rebounds/3 Assists), Hartmann (7/7 Rebounds), Gut (6), Lohneiß (3/1 Dreier), Beck (1/8 Rebounds), Mendler, Stößel, Tadda, F. Zeis, S. Zeis.

Foto (© Sportpress): Kathrin Gut beim Korbleger.

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