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''Arbeitssieg'' gegen Germering beschert DJK-Damen Play-Off-Teilnahme

Mehr Mühe als erwartet hatten die Damen der DJK Don Bosco Bamberg am vergangenen Samstag beim Spiel gegen Friendsfactory Germering. Im fränkisch-bayerischen Derby gewann der alte und neue Tabellenführer der 2. Damen-Basketball-Bundesliga nach einer lange umkämpften Partie mit 76:64 und ist damit einen Spieltag vor Abschluss der Hauptrunde sicher für das Play-Off-Halbfinale qualifiziert.

DJK-Abteilungsleiter Jörg Zimmermann äußerte nach dem Spiel etwas Verständnis für den an diesem Tag nicht optimale Leistung seiner Mannschaft: "Wenn man letztes Wochenende gegen das Top-Team aus Leimen ohne Jessica Miller erfolgreich war und sie dann eine Woche später gegen den Tabellensiebten wieder an Bord ist, ist das psychologisch nicht unbedingt von Vorteil. Da haben wohl einige Spielerinnen im Kopf einen Gang zurück geschaltet." Weniger Verständnis hatte DJK-Coach Steffen Dauer, der in einer frühen Auszeit seinen Spielerinnen lautstarke Anweisungen gab. Grund dafür war der verschlafene Start seiner Don-Bosco-Mädels. Nach ausgeglichenem Beginn (4. Min. 6:7) waren die hochprozentig aus der Distanz treffenden Oberbayern nämlich um einiges wacher als ihre Gegenspielerinnen und setzen sich innerhalb weniger Minuten zweistellig ab (8. Min. 8:19). Da aber anschließend die Traineranweisungen etwas besser umsetzten, die Abwehr der Oberfranken besser stand und die Reboundarbeit forciert wurde, konnte bis zur 15. Minute der Rückstand wieder egalisiert und bis zur Halbzeitsirene ein kleiner Vorsprung herausgespielt werden (35:31).

Nach dem Seitenwechsel legten die Domstädter immer wieder vor und konnten mehrmals eine zweistellige Führung herstellen. Die Münchner Vorstädter, die mit nur sieben Spielerinnen zum Spiel nach Bamberg gefahren waren, hatten aber immer eine Antwort parat und ließen sich nicht abschütteln. So verlief die gesamte zweite Halbzeit. Bei der von vielen Ballverlusten und technischen Fehlern (DJK: 25, Germering: 21) geprägten Begegnung war die "Lufthoheit" unter den Körben (46:18 Rebounds) letztendlich mitentscheidend für den Spielausgang. Die höchste DJK-Führung erzielte Petra Oberpaul, die mit einem "Double-double" aus 13 Punkten und 10 Rebounds eine starke Leistung zeigte, mit einem Freiwurf zum 76:60 knapp 40 Sekunden vor Spielende, bevor die Oberbayern den Abstand noch etwas verkürzen konnten (Endstand: 76:64).

Steffen Dauer war nach dem Spiel froh über den erreichten Zwischenerfolg, der um Einiges besser ausfiel, als das vor der Saison ausgegebene Ziel des Klassenerhalts, sieht aber Verbesserungsbedarf für die kommenden Aufgaben: "Wir haben uns das Leben gegen einen guten Gegner, der unsere vielen Fehler immer wieder ausnutzen konnte, selbst schwer gemacht. Vor allem mit der Defensive können wir nicht zufrieden sein. Das können wir besser und müssen das in den nächsten Spielen auch zeigen. Aber alles in allem ist es ein Wahnsinnserfolg, was wir bis jetzt schon erreicht haben. Jetzt werden wir sehen, was noch kommt."

Nachdem die mit dem Tabellenführer DJK Don Bosco Bamberg punktgleichen Teams aus Leimen und Viernheim sich ebenfalls keine Blöße zeigten und der USC Heidelberg das Verfolgerduell gegen Mainz gewann, stehen vor dem Abschlussspieltag die vier Halbfinal-Teilnehmer fest. Über die endgültige Reihenfolge und damit den Heimvorteil im möglichen dritten Spiel in den Play-Off-Runden wird der letzte Spieltag in zwei Wochen - das kommende Wochenende für das DBBL-Pokal-Top4 in Wasserburg freigehalten - entscheiden, an dem die Bamberger in einem "echten Endspiel" gegen den TSV Viernheim um Platz eins kämpfen werden.

Für die DJK Don Bosco Bamberg spielten: Walker (21 Punkte/1 Dreier/7 Rebounds/3 Assists), Miller (14/6 Rebounds), Oberpaul (13/10 Rebounds), Beck (7/7 Rebounds), Gut (7/1 Dreier), Hartmann (4), Lohneiß (4), S. Zeis (4/3 Steals), Stößel (2), Mendler, Tadda, F. Zeis.

Foto (© Sportpress): Svenja Zeis zieht beherzt zum Korb.

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