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Eine gute Halbzeit reicht den DJK-Damen gegen Herzogenaurach

Klare Verhältnisse herrschten im Frankenderby am Samstag in der Stauffenberghalle. Erwartungsgemäß gewann die heimische DJK Don Bosco Bamberg gegen ihren mittelfränkischen Rivalen aus Herzogenaurach deutlich mit 62:39. Damit stehen die Oberfranken auch vier Spieltage vor Ende der Hauptrunde auf Platz eins der Tabelle der 2. Damen-Basketball-Bundesliga punktgleich mit den Konkurrenten aus Leimen und Viernheim.

Vom Eröffnungssprungball an legten die DJK-Damen los "wie die Feuerwehr" und überrannten die Turnerschaft gleich mit einem 12:0-Lauf. Bis zur ersten Viertelpause kamen die ersatzgeschwächten Gäste nur zu zwei Feldkörben (14:4). Und auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich an der Überlegenheit der Don-Bosco-Truppe nicht viel. Selbst als DJK-Coach Steffen Dauer seinen Nachwuchskräften Einsatzzeit gab, wuchs der Vorsprung bis zum Seitenwechsel weiter an (33:14).

Ausgeglichen verlief das dritte Viertel, in dem das Team von der Aurach in der Offensive ihre erfahrenen Kräfte besser in Szene setzen konnte. Die Domstädter dagegen ließen etwas die Zügel schleifen, waren nachlässig im Reboundverhalten und waren oft einen Schritt langsamer als die unablässig kämpfenden Herzogenauracher. Dass sich das Blatt nicht wendete, lag vor allem an der ordentlichen Abwehr der Bamberger, deren Offensivausbeute aber diesmal unter dem Niveau ihrer bisherigen Auftritte lag.

Im Schlussabschnitt schonte Coach Dauer im Zeichen des sicheren Sieges seine Starting-Five-Spielerinnen und auch die gesundheitlich angeschlagenen Petra Oberpaul und Luisa Tadda verbrachten mehr Zeit abseits des Spielfeldes als sonst üblich. Von den Nachwuchsspielerinnen verdiente sich diesmal die 15-jährige Alina Hartmann ein Sonderlob ihres Coaches. "Neben Johnette, die sich wie immer in den Dienst der Mannschaft stellt und unermüdlich rackert, hat Alina heute eine Superleistung geboten und war Punkto Einsatz und Einstellung vorbildlich." Jessica Miller spielte ordentlich und führte klug Regie, jedoch war sie wie fast das gesamte Bamberger Team vom Wurfglück diesmal etwas verlassen (DJK-Feldwurfquote 34%). Das Spiel war auch geprägt von vielen Nachlässigkeiten und technischen Fehlern (14:23 Ballverluste).

"Wir können und müssen auch besser spielen" gelobt Steffen Dauer Besserung, "insbesondere wenn wir unser Ziel 'Play-Offs' erreichen wollen, können wir mit der Leistung in der zweiten Halbzeit nicht zufrieden sein." Da die kommenden Aufgaben für den Tabellenführer nicht leichter werden - von den vier letzten Gegnern stehen drei direkt hinter der DJK - muss sich das Bamberger Team noch steigern, um nicht noch von den vier Play-Off-Plätzen auf den undankbaren 5. Rang durchgereicht zu werden. Am nächsten Sonntag steht in Speyer das letzte Auswärtsspiel auf dem Spielplan der DJK, bevor man im Liga-Endspurt sich dreimal hintereinander vor heimischem Publikum präsentieren darf.

Für die DJK Don Bosco Bamberg spielten: Walker (14 Punkte/4 Steals), Hartmann (12), Miller (10/6 Rebounds), Gut (9/1 Dreier), S. Zeis (5), Beck (4/9 Rebounds), Stößel (3), Tadda (3), Mendler (2), Lohneiß, Oberpaul, F. Zeis.

Foto (© Sportpress): Johnette Walker zieht gegen drei Herzogenauracherinnen vehement zum Korb.

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