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Frankenderby unter umgekehrten Vorzeichen

"Verkehrte Welt" im fränkischen Damen-Basketball könnte man es nennen, wenn man die aktuelle Tabelle der 2. Damen-Basketball-Bundesliga betrachtet. Denn da steht auf Platz 1 mit der DJK Don Bosco Bamberg überraschend der letztjährige Aufsteiger aus der Regionalliga. Die Plätze 10 und 11 dagegen teilen sich die beiden anderen fränkischen Vertreter aus Herzogenaurach und Würzburg, die in der 2. Liga bereits seit einigen Jahren spielen und als etablierte Teams anzusehen sind. Hätte man also vor der Saison auf die derzeitigen Platzierungen gewettet, wäre so mancher Kenner des Damen-Basketballs sicher leer ausgegangen.

Und so sind die Vorzeichen für das Frankenderby zwischen der DJK Don Bosco Bamberg und der TS Herzogenaurach am Samstag (15:00 Uhr, Graf-Stauffenberg-Schule) auch umgekehrt als vor der Saison zu erwarten war. Die heimische DJK will als klarer Favorit das Spiel gewinnen, um für die bevorstehenden Play-Off-Partien die beste Ausgangsposition zu haben. Die Mittelfranken stehen jedoch noch mehr unter Druck und werden mit dem "Rücken zur (Abstiegs-)wand" alles daran setzen, dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen. Die mittlerweile in ihrem siebten Zweitligajahr spielenden Aurachstädter sind eine sehr defensiv- und kampfstarke Mannschaft. Nachdem Kapitän und Topscorerin Kerstin Wägner wegen ihrer Schwangerschaft in dieser Saison nicht mehr spielt, liegt die Last noch mehr auf den extrem reboundstarken und athletischen Pfister-Schwestern. Im Aufbau ist neben der Barbara Hartz vor allem Ilona Brox in die Scorerrolle getreten. Unter den Körben gilt es neben dem neuen Kapitän Tina Riegner noch die ebenfalls sehr reboundstarke Theresa Heinz zu beachten. Die insgesamt sehr reboundstarke Mannschaft, die auch gerne schnell spielt, hatte vor zwei Wochen Sandhausen am Rande einer Niederlage und nur mit 57:59 in den Schlusssekunden verloren.

Beim Don-Bosco-Team ist der Einsatz der Youngster Sophie Mendler und Luisa Tadda sowie von Oldie Petra Oberpaul fraglich. Alle drei laborierten in der Trainingswoche noch an kleinen Verletzungen. Ob sie bis zum Samstag wieder fit sind, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Gerade Letztere würde mit ihrer Erfahrung und der Präsenz unter beiden Körben den Bambergerinnen enorm fehlen. Denn DJK-Coach Steffen Dauer will vor allem in der Defensive mehr von seinen Mädels sehen. "Als Mannschaft müssen wir beim Rebound mehr dagegenhalten und insgesamt besser verteidigen als zuletzt. Wenn wir defensiv noch eine Schippe drauflegen, können wir das Spiel gewinnen. Ansonsten kann das auch ganz schwer werden."

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