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USC Heidelberg stoppt den DJK-Höhenflug

Einen Rückschlag mussten die Damen der DJK Don Bosco Bamberg am Wochenende in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga hinnehmen. Die unglaubliche Serie von zehn Bamberger Siegen in Folge stoppte die MLP BasCats USC Heidelberg mit einem knappen 60:58-Sieg in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle. Da auch der Tabellenzweite KuSG Leimen mit dem identischen Ergebnis zuhause gegen Ludwigsburg den Kürzeren zog, rutschten die Heidelberger auf Platz eins einer Spitzengruppe aus vier punktgleichen Teams.

Die Don-Bosco-Damen starteten verheißungsvoll ins Spiel und führten durch erfolgreiche Distanzwürfe von Kathrin Gut und Svenja Zeis mit 13:7. Doch danach kam der DJK-Motor arg ins Stottern. Vorne fanden die Würfe von Miller & Co. kaum ihr Ziel, da die eingespielte Truppe vom Neckar mit ihrer aggressiven Abwehr den Oberfranken kaum Platz ließ. Dazu kamen noch einfache Ballverluste auf Bamberger Seite , die den anfangs erwähnten Vorsprung zu einem 19:30-Halbzeit-Rückstand für die heimische DJK anwachsen ließ.

Erst nach dem Seitenwechsel kam die Dauer-Truppe besser mit ihrem Gegner zurecht. Vor allem Aufbauspielerin Kathrin Gut (10) nahm wieder das Heft in die Hand, als die von knapp 200 Zuschauern angefeuerten Bambergerinnen mit einem 10:4-Zwischenspurt den Rückstand auf fünf Punkte reduzieren konnten (29:34). Doch die beiden Heidelberger US-Amerikanerinnen Serena Benavente (10 Punkte) und Danielle Clark (22) zeigten eindrucksvoll ihr Können und brachten ihr Team bis zum Ende des 3. Viertels wieder voran (37:46).

Im letzten Spielabschnitt wurde es dann noch einmal richtig spannend. Johnette Walker (15), die bis dahin nur magere zwei Punkte auf ihrem Konto hatte, drehte nun richtig auf und riss ihre Mitspielerinnen mit. Nach und nach schmolz der Heidelberger Vorsprung. Bei nur einer Minute verbleibender Restspielzeit und einem Acht-Punkte-Vorsprung sahen die Neckar-Städter eigentlich schon wie der sichere Sieger aus. Doch Johnette Walker brachte ihre Farben noch mal auf zwei Punkte heran. Als dann nach einem unsportlichen Foul Jessie Miller es 16 Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen in der Hand hatte, auszugleichen, versagten ihr die Nerven. Und auch den danach vorhandenen Ballbesitz konnten die DJK-Mädels nicht nutzen, da die Schiedsrichter den Korblegerversuch von Svenja Zeis als Offensivfoul werteten. Als dann nach einem Stopp-the-Clock-Foul die Heidelberger fünf Sekunden vor Spielende an die Linie geschickt wurden und auch diese keinen Freiwurf verwandeln konnten, kam Luisa Tadda noch zu einem Notwurf von der Mittellinie, der jedoch nicht ins Ziel traf.

Die Heidelberger proftierten vor allem vom fehlenden Wurfglück der Bamberger, bei der nur 14% der Dreier (USC: 25%) ihr Ziel fanden. Knapp die Nase vorn hatte der USC bei den Rebounds (30:27), wobei diese vor allem unter dem eigenen Korb (25) eindeutig dominierten. Die DJK-Mädels haderten darüber hinaus über die 12 verschenkten Punkte von der Freiwurflinie. Auch wenn die Zuschauer ein von vielen Fehlwürfen (Gesamtwurfquote DJK: 36%, USC: 38%) und Ballverlusten (18:20) geprägtes Spiel sahen, an Spannung war es kaum zu überbieten.

Für die Bamberger ist diese Niederlage dennoch kein Beinbruch, da nach der Pflicht des Saisonziels Klassenerhalt, die bereits seit dem letzten Spieltag unter Dach und Fach ist, jede bessere Platzierung als Kür angesehen werden kann. Der nächste Teil des Kürprogramms folgt am kommenden Samstag bei der ASC Theresianum Mainz.

Für die DJK spielten: Walker (15 Punkte/3 Assists/3 Steals), Gut (10/2 Dreier), Miller (9/8 Rebounds/3 Assists/5 Steals), S. Zeis (8/1 Dreier), Beck (6), Oberpaul (6), Hartmann (2), Tadda (2), Lohneiß, Mendler, Stößel, F. Zeis.

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