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Eindrucksvoller Sieg im fränkischen Pokalduell

In der Vorbereitung hatten die Basketball-Damen aus Bamberg und Herzogenaurach mehrfach freundschaftlich die Klingen gekreuzt, und wie ein Freundschaftsspiel wirkte auch das Spiel in der ersten DBBL-Pokalrunde gestern Abend. So dominant traten die mit 72:54 (39:21) triumphierenden Gastgeberinnen in der Graf-Stauffenberg-Halle auf, dass kein ernster Vergleich auf Augenhöhe möglich war.

"Bamberg war besser und hat verdient gewonnen", stellte auch TSH-Coach Christian Braun trocken fest. Der Unterschied zu den meist ausgeglichenen Testspielen war vor allem personeller Natur: Während die DJK mit Jessica Miller ihre Topscorerin (19) aus den USA importierte, mussten die "Shorthorns" auf ihre Allzweckwaffen Anne und Margret Pfister verzichten. Aber auch mit den beiden Schwestern wird es in den bevorstehenden fränkischen Zweitliga-Duellen schwer für die TSH, denn auf der DJK-Bank saß (noch in Zivil) Johnette Walker. Und was die wieselflinke US-Spielerin mit dem guten Auge drauf hat, wissen die Herzogenauracherin selbst am besten, denn in der Schlussphase der Vorsaison war sie ihnen "zugelaufen". Nun scheint die DJK das Glück zu haben.

Das neue Bamberger Juwel Jessica Miller gab dem Aufsteiger die Starthilfe, danach lief der DJK-Wagen von selbst. Ein cleverer Steal abgeschlossen von einem Fastbreak, ein astrein verwandelter Dreier – die US-Aufbauspielerin führte die Dauer-Truppe zu einer 9:2- Führung nach vier Minuten. "Sie gibt uns die Stabilität, die wir für unsere junge Truppe brauchen", lobte Trainer Steffen Dauer. Auf zehn Punkt schraubte Miller ihre Punkte-Ausbeute im ersten Viertel und lag damit mit den "Shorthorns" gleichauf. Da aber auch der DJK-Rest mitspielte, führte Bamberg 17:10 nach zehn Minuten.

Im zweiten Viertel überließ Miller dann ihren Mitspielerinnen das Feld, wobei sich neben Johanna Beck (insgesamt 10 Punkte) zwei ehemalige TSH-Damen in den Vordergrund spielten: Tonia Lohneiß (11) und Petra "Paula" Oberpaul (8) liefen zu Hochform auf. Das überzeugte den Basketball-Gott, der sich auf die Seite der DJK schlug, was offensichtlich wurde, als ein Dreier von Lisa Stößel nach zweimaligem hohen Absprung am Ring noch durch die Reuse fiel. Die Gastgeberinnen trafen insgesamt fünfmal aus der Distanz, während bei der TSH viele Würfe schon "reinschauten" und wieder raussprangen. So wuchs der Bamberger Vorsprung unerbittlich auf 39:21 nach 20 Minuten und auf 59:28 nach 30 Minuten an. Für das große Aufbäumen der Gäste, die immerhin das Schlussviertel mit 26:13 gewannen, fehlten nicht nur die Körbe der glücklosen Kerstin Wägner. Nach dem klaren Heimsieg darf sich Bamberg nun in Runde 2 mit Vizemeister Wasserburg messen. Dauer freut sich: "Wir brauchen Spiele auf diesem hohen Niveau, um zu lernen."

Für die DJK Don Bosco Bamberg spielten Miller (19/3 Dreier), Lohneiß (11/1), Beck (10/1), Oberpaul (8), Gut (6), S. Zeiß (4), Mendler (4), F. Zeiß (4), Brunner (3/1), Stößel (3/1), Hartmann.

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