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DJK-Damen unterliegen nach drei Verlängerungen

Am vergangenen Sonntag unterlag die Damenmannschaft des DJK Don Bosco Bamberg bei den HSG IMM Mittweida Lions unglücklich nach drei Verlängerungen mit 85:86.

Schon die Atmosphäre bei den Lions versprach eine spannende Partie zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten der Regionalliga Südost. 200 frenetische Zuschauer, ein Spielmannszug, Cheerleader und eine Trommelbrigade machten die Halle zu einem bundesligareifen Hexenkessel. Trotzdem starteten die Bambergerinnen hochkonzentriert und konnten sich durch clevere Offensivaktionen immer wieder schöne Korbaktionen herausspielen, welche sie meist auch verwandelten. Lediglich die Defensive der DJK-Truppe ließ zu diesem Zeitpunkt noch zu wünschen übrig, was zu einem knappen 22:21 Vorsprung zum Ende des ersten Viertels führte.
Die Ausgeglichenheit der beiden Mannschaften setzte sich auch im weiteren Spielverlauf fort. Die junge Mannschaft um Trainer Timo Fuchs konnte dem Druck des professionellen Umfelds standhalten und steigerte sich vor allem in der Defensive. Auch im Angriff konnten die Bambergerinnen das Niveau halten und ihre schlechte Dreierquote durch beherztes penetrieren zum Korb wettmachen. Trotzdem konnte sich in dieser nun hochklassigen Partie keines der beiden Teams entscheidend absetzen (Halbzeitstand 28:32).
Erst wenige Sekunden vor Spielende schienen die DJK-Damen nach zwei Punkten der stark aufspielenden Svenja Zeis und einem drei Punkte Vorsprung alle Trümpfe in der Hand zu halten. Doch drei verwandelte Freiwürfe der Ausnahmespielerin aus Mittweida Elena Hennig führten zum 56:56-Ausgleich und somit zur ersten Verlängerung.
Auch hier zeigte sich wieder ein ähnliches Bild. Nach ausgeglichenem Verlauf hatten die Bambergerinnen wenige Sekunden vor dem Ende wieder die Möglichkeit das Spiel für sich zu entscheiden, doch erneut profitierten die Damen aus Mittweida von ihrer enormen Erfahrung und glichen kurz vor Schluss aus. Auch die zweite Verlängerung in einem Spiel, dass zu diesem Zeitpunkt zwar schon stark vom Kräfteverschleiß beider Mannschaften geprägt war, brachte keine Entscheidung, wobei es diesmal ein mustergültiger Spielzug von Svea Wagner und Lisa Stößel war, der in letzter Sekunde den Ausgleich brachte. Die dritte Verlängerung glich nun einem Krimi. Die DJK-Mädels gerieten schnell in Rückstand (73:78 nach 2 Minuten), kämpften sich aber mit einer bärenstarken Nervenleistung Punkt um Punkt wieder heran. 11 Sekunden vor dem Ende hatten die Oberfränkinnen bei einem Ein-Punkt Rückstand im letzten Angriff noch einmal die Chance das Spiel zu drehen. Doch der letzte Wurfversuch von Kapitänin Johanna Beck tanzte auf dem Ring und drehte sich dann aber unglücklicherweise wieder heraus, womit die Domstädterinnen sich mit einem 85:86 Endstand geschlagen geben mussten.
Trotz der ärgerlichen Niederlage können die DJK-Mädels stolz auf dieses wohl unvergessliche Spiel zurückblicken und sich über eine starke Leistung freuen, bei der sich Jede der zehn Spielerinnen hervorragend präsentierte, zu keiner Zeit ein Bruch ins Spiel kam und das junge Team einen richtigen Schritt zu einer routinierten Mannschaft gemacht hat.

Zeis (25/1), Beck (21/1), Stößel (12), Gut (9/1), Hellmann (8/2), Wagner (4), Lohneiß (2), Mendler (2), Stäudle (2), Bezold.

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