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D1 macht es in Weiterstadt unnötig spannend

Die Basketballerinnen der DJK Don Bosco Bamberg (4.) schaffen es in dieser Saison der 2. Damen-Bundesliga Südost bislang nicht, eine konstant gute Leistung über 40 Minuten aufs Parkett zu bringen. Das hat sich an Allerheiligen wieder gezeigt in der Nachholpartie des ersten Spieltags im Südhessischen: Die Mannschaft von Trainer Konstantin Hammerl führte zur Halbzeit (30:41) und nach drei Vierteln (40:51) jeweils mit elf Punkten bei der SG Weiterstadt, dem Schlusslicht der Tabelle, lag mit 56:60 zurück, ehe DaJonee Hale und Branka Lukovic mit ihren Punkten den Bamberger 62:60-Sieg sicherstellten. Immerhin: Nach fünf Spielen steht die DJK erstmals – wie angestrebt – auf einem Play-off-Platz.

Mit Blick auf sein Team spricht Hammerl von einem „PS-starken Porsche, der aber nicht über 60 km/h auf der rechten Spur hinauskommt“. So auch in Weiterstadt: Der DJK, angetreten mit ihren vier Ausländerinnen, gelang es erneut nicht, durchgängig das Spiel zu bestimmen. Auch 14 Punkte Rückstand entmutigten die Hessinnen, denen mit der verletzten, 1,90 Meter großen Kanadierin Kaylee Kilpatrick ihre einzige leistungsstarke Ausländerin fehlte, nicht. Sie glichen mit Kampfgeist bis zum Schluss die personellen und körperlichen Vorteile der Oberfränkinnen aus.

Schnell nahm die Begegnung Fahrt auf, nach ausgeglichenem Beginn (10:10, 3. Minute) beantwortete die Ex-Bambergerin Tanja Lehnert mit vier Punkten sechs Zähler in Folge von Magdalena Landwehr zum 16:19 nach zehn Minuten. Das zweite Viertel (14:22) eröffnete Christina Krick, die 14 ihrer 22 Punkte in der ersten Hälfte erzielte und drei von vier Dreierversuchen versenkte, mit zwei Dreiern in den ersten 33 Sekunden. 30:30 hieß es, bevor die Bambergerinnen bis zur Pause auf 41:30 davonzogen.

Die Abwehrleistung im dritten Spielabschnitt (10:10) kaschierte, dass offensiv bei der Hammerl-Truppe nichts mehr lief. Mehr als vier Minuten lang fiel auf beiden Seiten kein Korb. Nach einem viertelübergreifendem 12:0-Lauf zum 49:51 war die SGW im vierten Viertel wieder im Geschäft. Vor Julia Förners Zweier zum 55:54 war die Weiterstadter Zwischenbilanz ein 18:1. Per Dreier brachte Hale den Gast auf 59:60 heran. Lukovic, die beste Bambergerin (20 Punkte/10 Rebounds), erzielte das 60:61 und Hale per Freiwurf den Endstand.

Die DJK vermochte es nicht, ihre körperliche Überlegenheit auszuspielen (Weiterstadt 35 Rebounds/Bamberg 34), blieb auch trotz steigender Tendenz bei den Assists (12) unter dem Wert der SGW (17). Die Bambergerinnen hielten Saskia Gießelbach, die bisher auf 19 Punkte im Schnitt gekommen war, bei drei Zählern. Das gelang ihnen jedoch bei Melissa Kolb (11 Punkte, 3 Dreier, 11 Rebounds), die ihren Saisoneinstand gab, nicht. Coach Hammerl: „Positiv ist, dass die Dreier besser gefallen sind und die Ballverluste weniger werden.“

Am Sonntag in Würzburg

Rund 60 Stunden zur Erholung bleiben den Bambergerinnen, ehe sie am Sonntag (15.30 Uhr) zum Frankenderby bei den Qool Sharks Würzburg (5.) im TGW-Sportzentrum zu Gast sind. Das Team der in Bamberg bestens bekannten Trainerin Janet Fowler-Michel ließ jüngst mit einem 67:55 gegen die TS Jahn München (2.) aufhorchen. Hammerl sieht die Würzburgerinnen um ihre Leistungsträgerinnen Brianna Ghali (Kanada) und Jessika Schiffer enorm stark und variabel in der Abwehrarbeit.

SG Weiterstadt: Krick (22 Punkte/4 Dreier), Kolb (11/3), Schmidt (9/1), Feil (6), Lehnert (6), Gießelbach (3), Müller (3/1), Caglar, Horvath, Kleinert;
DJK Don Bosco Bamberg: Lukovic (20), Landwehr (12), Hale (11/2), Grbic (9/1), Förner (8/1), Waldner (2), Barth, Marschall.

Text: www.infranken.de/Fränkischer Tag

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