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Ein gutes Viertel reicht zum Sieg der DJK-Damen gegen Schwabach

Schritt für Schritt steigen die Basketballerinnen der DJK Don Bosco Bamberg aus dem Keller der Tabelle der 2. Damen-Bundesliga Südost aufwärts. Nach dem 5. Spieltag, an dem sie im Frankenderby gegen die KIA Metropol Baskets Schwabach einen 66:57-„Arbeitssieg“ einfahren konnten, rangieren sie aktuell auf dem siebten Platz der Liga. Dem selbst gesteckten Saisonziel, einen der vier Play-Off-Plätze bis zum Hauptrunden-Ende zu erreichen, kommen die Schützlinge von Headcoach Konstantin Hammerl also langsam näher.

Die 120 Zuschauer sahen im Spiel gegen den Regionalligaaufsteiger aus Mittelfranken zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. In den ersten beiden Spielabschnitten traten die unbekümmert auftretenden Gäste auf eher verkrampfte Gastgeber, denen sowohl vorne die Treffsicherheit fehlte (32% Wurfquote aus dem Feld) als auch in der Abwehr oft einen Schritt zu langsam war. Dadurch war das Spiel bis zum Seitenwechsel zwischen den etablierten und eigentlich hoch favorisierten Bambergern und dem Liganeuling Schwabach völlig ausgeglichen (33:30 Punkte, 26:23 Rebounds).

Nach dem Seitenwechsel kam das Don-Bosco-Team aber wie verwandelt aus der Kabine. Aus einer aggressiveren Abwehr heraus kam man nun auch vorne zu leichteren Punkten. Im dritten Spielabschnitt setzte vor allem die US-Amerikanerin Da Jonee Hale mit 11 ihrer insgesamt 19 Punkte mit gelungenen Penetrationen zum Korb die Akzente, die von den Metropol-Baskets kaum verhindert werden konnten. Ramona Hesselbarth nahm gegen die Schwabacher Amerikanerin Brooke Elizabeth Le Mar „an die Kette“ und gestattete ihr nur die Hälfte ihrer sonst üblichen Würfe. Und in ihrem gelungenen Saisondebüt zeigte auch Victoria Waldner (10 Punkte, 5 Rebounds, 2 Blocks), dass sie sowohl vorne wie hinten eine große Hilfe für das DJK-Team ist. So ging es mit einem deutlichen 60:39-Vorsprung in die letzte Viertelpause.

Im Abschlussviertel schienen die Bamberger Spielerinnen geistig wieder einen Gang zurück zu schalten, während die Schwabacher ihren im vorherigen Spielabschnitt „vergessenen“ Kampfgeist wieder fanden. Die Schützlinge um Gästecoach David Muck steckten nicht auf und kamen wieder bedrohlich nah heran. Dass es nicht zum Sieg reichte, lag auch an einer verbesserten Reboundarbeit der DJK-Damen, die mit 55:39 klar an die Gastgeber ging (Eva Marschall: 14 Rebounds). So gingen zwar die letzten zehn Minuten mit 18:6 an die Gäste. Auch wenn die Gesamtwurfquoten leicht zu Gunsten der Mittelfranken ausfiel (DJK: 32%, Schwabach: 35%), konnten sich die Bamberger mit 77:60 erheblich mehr Wurfversuche heraus arbeiten und retteten dadurch den 66:57-Erfolg knapp ins Ziel.

Schwabachs Trainer David Muck war nach dem Spiel nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen: „Einzig im dritten Viertel hatten wir Bamberg nichts entgegen zu setzen. Das hat uns dann das Spiel gekostet. Wir wollten vor der Saison mindestens drei Spiele gewinnen. Und gegen Bamberg mit seinen vier Ausländerinnen haben wir - mit einer Ausländerin - drei Viertel ganz gut ausgesehen. Hier war ein Sieg nicht eingeplant, obwohl heute mehr drin gewesen wäre“.

Bambergs Headcoach Konstantin Hammerl sah auch das dritte Viertel als den Knackpunkt des Spiels: „Abgesehen der letzten Minuten des dritten Viertels haben wir kaum den Basketball aufs Parkett gebracht, den wir leisten können und zukünftig auch leisten müssen. Letztlich haben wir das Spiel in den sechs bis sieben Minuten des 3. Viertels entschieden. Respekt an Schwabach. Aus all ihren vorherigen Spielen wussten wir, dass sie ein Spiel nie aufgeben würden. Von diesem Kampfgeist können wir uns etwas abschneiden. Das haben wir zu selten respektiert. Insgesamt hätten wir in den entscheidenden Phasen mehr Ruhe in unserem Set-Game benötigt.“

Nach dem unglücklichen Saisonstart scheinen die DJK-Basketballerinnen mit dem bestehenden Erfolgsdruck besser zurecht zu kommen und wieder zurück in die Spur zu finden. Da sind dann auch einmal nicht so schöne Siege umso wichtiger, um weiter in kleinen Schritten an dem Ziel der Play-Off-Qualifikation zu arbeiten. In der kommenden Woche muss man diese Tendenz weiter bekräftigen und hat dabei in einer „englischen Woche“ am Donnerstag in Weiterstadt und Sonntag in Würzburg zwei weitere Chancen dazu.

DJK Don Bosco Bamberg: Hale (19 Punkte/1 Dreier), Waldner (10), Grbic (9/1), Landwehr (9), Hesselbarth (6), Lukovic (6), Förner (5/1), Marschall (2), Hager, Ulshöfer (DNP);
KIA Metropol Baskets Schwabach: Le Mar (12), Kreklau (11/1), Vatthauer (11/2), Heinz (10), Hansel (8/2), Clauß (3/1), Furman (2), Bimazubute, Fett, Gentsch, Przybille;
Schiedsrichter: Adrian Jung (Memmelsdorf), Jaime León González (Nürnberg).

Foto: www.sportpress-bamberg.de

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